Zum Hauptinhalt springen

Gutachten sind keine Lösung

Es wird wieder heftig um die Volksschule gestritten. Nur demokratische Entscheide führen aus der unsicheren Pattsituation heraus.

Eigentlich müssten die kantonalen Erziehungsdirektoren in Feierlaune sein. Das überwältigende Ja zum Bildungsartikel in der Bundesverfassung jährt sich bald zum zehnten Mal. Das Stimmvolk sprach sich 2006 mit 86 Prozent für die Angleichung der 26 verschiedenen Bildungssysteme der Kantone aus. Familien und Lehrer sollten endlich problemlos von einem Kanton in den anderen ziehen können.

Der Weg schien frei für die «Interkantonale Vereinbarung über die Harmonisierung der obligatorischen Schule», kurz Harmos, und für den ersten gemeinsamen Lehrplan. Doch statt den Champagner kühl zu stellen, müssen sich nun viele Erziehungsdirektoren darauf vorbereiten, das Erreichte in neuen Abstimmungskämpfen zu verteidigen. In mehr als der Hälfte der Deutschschweizer Kantone wollen Gegner den Lehrplan 21 oder den Fremdsprachenunterricht in der Primarschule verhindern oder umkrempeln. Beides sind wesentliche Teile der Harmonisierungsbemühungen.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.