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Grübel und Villiger melden sich per Brief bei GPK

In der UBS-Affäre ist der Bundesrat von den GPK harsch kritisiert worden. Allein, was bei der Grossbank während den dramatischen Wochen ablief, ist unklar. Das soll sich nun ändern.

Suchen nach GPK-Berichten das Gespräch: UBS-Chef Oswald Grübel und VR-Präsident Kaspar Villiger.
Suchen nach GPK-Berichten das Gespräch: UBS-Chef Oswald Grübel und VR-Präsident Kaspar Villiger.
Keystone

Wie «SonntagsZeitung» und «Sonntag» übereinstimmend berichten, haben Oswald Grübel und Kaspar Villiger einen Brief an Bundepräsidentin Doris Leuthard, an den Präsidenten der GPK-Subkommission, Pierre-François Veillon, sowie an den Vizepräsidenten Hans Hess gewandt. Auf Anfrage von Redaktion Tamedia bestätigt die UBS einen solchen Brief geschickt zu haben.

In dem Brief ersuchten die beiden Manager den Bundesrat um ein Gespräch, so die «SonntagsZeitung» weiter. Die UBS anerkenne, dass es ein Bedürfnis der Bevölkerung nach mehr Transparenz gebe. Die Bank sei sich bewusst, dass man nicht einfach zur Tagesordnung übergehen könne. Die Bank selber wollte zum Inhalt des Briefes keinen Kommentar abgeben.

Die GPK hatten gefordert, dass die Vorkommnisse bei der UBS während der dramatischen Monate von unabhängigen Experten untersucht werden sollten. Dazu gibt es nun offenbar aber auch in der Bank selber Zustimmung. Zwar werde in dem besagten Brief eine solche Expertenkommission nicht direkt angesprochen. Aus «zuverlässigen Quellen» wisse die «SonntagsZeitung» aber, dass die Bankenchefs eine solche wünschen.

Widmer-Schlumpf lobt GPK

In einem Interview mit der «NZZ am Sonntag» lobt Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf die gute Arbeit der Geschäftsprüfungskommissionen (GPK) zur UBS-Krise. Der über 300 Seiten starke Bericht habe die Themen vertieft ausgeleuchtet. Die GPK habe professionell gearbeitet. Sie selbst sei zweimal hart, aber korrekt von der GPK befragt worden, sagte Widmer-Schlumpf.

Sie sei grundsätzlich offen gegenüber dem Wunsch einzelner Parlamentarier, dass eine PUK das Dossier UBS vertieft unter die Lupe nimmt. Sie könne sich jedoch nicht vorstellen, dass eine solche Kommission mehr zu Tage brächte als die GPK. Sie sei zufrieden, dass der Ständerat das UBS-Abkommen mit den USA angenommen habe. Sie erwarte bei allen Diskussionen auch eine Mehrheit für das Abkommen im Nationalrat Anfang nächster Woche.

Worum es in Sachen UBS-USA geht

Widmer-Schlumpf betonte, dass es beim UBS-Abkommen nicht darum gehe, die Grossbank aus dem Sumpf zu ziehen. Vielmehr gehe es um den Wirtschaftsstandort Schweiz. «Man sollte sich keiner Illusion hingeben: Die USA erwarten den pünktlichen Erlass der Schlussverfügungen und eine baldige Herausgabe der UBS-Kundendaten.»

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