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Gläsern und geheimnisvoll

Acht nordkoreanische Offiziere studierten in Genf am Zentrum für Sicherheitspolitik (GCSP). Doch was macht diese Institution eigentlich?

Spektakulärer Bau: Innenhof des Maison de la Paix in Genf.
Spektakulärer Bau: Innenhof des Maison de la Paix in Genf.
Keystone
Seit Anfang Jahr Sitz der drei Genfer Zentren: Das Maison de la Paix in Genf.
Seit Anfang Jahr Sitz der drei Genfer Zentren: Das Maison de la Paix in Genf.
Keystone
Im Neubau sind drei Stiftungen angesiedelt, die im Rahmen der Partnerschaft für den Frieden aktiv sind.
Im Neubau sind drei Stiftungen angesiedelt, die im Rahmen der Partnerschaft für den Frieden aktiv sind.
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Wie ein Schiffsbug aus Glas ragt das Maison de la Paix an der Avenue de France in Genf in die Höhe. Der moderne Bau unweit des Bahnhofs Genève-Sécheron ist seit Januar 2014 der Sitz des Genfer Zentrums für Sicherheitspolitik (GCSP). Zusammen mit dem Internationalen Zentrum für humanitäre Minenräumung und dem Zentrum für Demokratische Kontrolle der Streifkräfte bildet das GCSP die drei Genfer Zentren; drei Stiftungen, die im Rahmen der Partnerschaft für den Frieden aktiv sind.

Für politischen Wirbel sorgen derzeit nordkoreanische Offiziere, die am GCSP Kurse besuchten. Doch was ist das GCSP überhaupt?

Das Zentrum für Sicherheitspolitik wurde 1995 vom VBS und EDA als Stiftung mit internationaler Trägerschaft gegründet. An der Stiftung beteiligt sind 45 Staaten, darunter die fünf Veto-Mächte im UNO-Sicherheitsrat, zahlreiche EU-Länder sowie Indien, Ägypten und Marokko.

Diplomaten, Offiziere, Regierungsvertreter

Laut eigenen Angaben besteht das Ziel des GCSP in der Verbreitung und Festigung von Frieden, Sicherheit und Stabilität. In diesen Bereichen betreibt das GCSP Forschung, ähnlich wie das Center of Security Studies (CSS) in Zürich. Zusätzlich bietet die Stiftung aber auch Ausbildungskurse für Regierungsvertreter, Diplomaten, Armeeoffiziere und NGO-Mitarbeiter in den Bereichen Internationale Friedensförderung und Sicherheit. So finden am GCSP regelmässig Kurse für Militärattachés oder Trainings für Berater statt, die an EU-Missionen beteiligt sind.

Laut dem Budget von 2012 kosteten die Aktivitäten des GCSP knapp 11 Millionen Franken. Seit 2013 wird das Zentrum vom Schweizer Diplomaten Christian Dussey geleitet, welcher Fred Tanner ablöste. Tanner ist heute Berater des Generalsekretärs der OSZE in Wien.

Zusammenarbeit mit Militärakademien

Wie dem Jahresbericht des GCSP zu entnehmen ist, arbeitet das Zentrum mit einer Reihe von Forschungsinstituten und Armeeausbildungsstätten zusammen. Nebst der ETH Zürich, dem Center for Security Studies und der höheren Kaderausbildung der Armee werden etwa die Deutsche Bundesakademie für Sicherheitspolitik (Baks) in Berlin und verschiedene UNO-Institutionen aufgeführt. Zusätzlich hat das GCSP eine Reihe von weiteren Partnerschaften. Dazu zählen Militärakademien in Österreich, Frankreich, Jordanien, Nigeria und Korea. Nato und OSZE sowie das Institut für Sicherheitsforschung in Pretoria und das chinesische Forschungsinstitut für internationale Strategiestudien.

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