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Gegen die Verspargelung der Schweiz

Der Ausbau der Windkraft in der Schweiz harzt. Nun wollen Politiker aus CVP und BDP die Ausbauziele des Bundesrats nach unten korrigieren. SVP und FDP fühlen sich bestätigt.

Stefan Häne
Bisher ist der geplante Ausbau der Windkraft nur ein laues Lüftchen. Bild: AP/Sergei Grits
Bisher ist der geplante Ausbau der Windkraft nur ein laues Lüftchen. Bild: AP/Sergei Grits

Die Schweiz gleicht einer energiepolitischen Wüste – zumindest, was die Windkraft anbelangt. Während hierzulande bloss 34 grosse Windanlagen Strom liefern, sind es im gut anderthalbmal so grossen Bayern rund 800 (in Deutschland insgesamt gegen 25'000). Allein im letzten Jahr gingen im deutschen Freistaat 154 Anlagen in Betrieb. Nun aber zeichnet sich ein Trendwechsel ab, weil Bayern die Auflagen verschärft hat. Neu muss der Abstand eines Windrads zum nächsten Wohnhaus mindestens das Zehnfache der Bauhöhe betragen. Ist das Windrad beispielsweise 150 Meter hoch, beträgt die Distanz 1,5 Kilometer. Die neue Regel greift: In diesem Jahr hat es im zersiedelten Bayern kaum mehr Neuanträge für Windräder gegeben, wie deutsche Medien berichten. Der Umschwung hat ein Gesicht: Horst Seehofer, der bayerische Ministerpräsident, wollte einst ein Land von Windrädern schaffen. Doch nun bekämpft der wendige CSU-Politiker die «Verspargelung» Bayerns. Es sollen weiterhin die Kirchtürme die «wunderschöne bayerische Landschaft» prägen – und nicht die Windräder.

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