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«Für mich sind das immer noch Rebellen»

Die Schweiz nähert sich dem libyschen Übergangsrat an. Mitglieder der Aussenpolitischen Kommission kritisieren den Schritt als verfrüht.

«Auf eine Anerkennung lossteuern ist heikel», sagt der Schweizer Aussenpolitiker Geri Müller (Grüne/AG): Aufnahme von dieser Woche im Polizeidepartement in Benghazi. Das Polizeikorps wurde Anfang Juni vom libyschen Übergangsrat ins Leben gerufen.
«Auf eine Anerkennung lossteuern ist heikel», sagt der Schweizer Aussenpolitiker Geri Müller (Grüne/AG): Aufnahme von dieser Woche im Polizeidepartement in Benghazi. Das Polizeikorps wurde Anfang Juni vom libyschen Übergangsrat ins Leben gerufen.
Keystone
Der Chef des Übergangsrats National Transitional Council of Libya, Mahmud Jibril (links), wurde heute Donnerstag in EU-Hauptquartier in Brüssel von Europaratspräsident Herman Van Rompuy empfangen.
Der Chef des Übergangsrats National Transitional Council of Libya, Mahmud Jibril (links), wurde heute Donnerstag in EU-Hauptquartier in Brüssel von Europaratspräsident Herman Van Rompuy empfangen.
Keystone
Nationalrätin Martine Brunschwig Graf (FDP/GE) übt grundsätzliche Kritik an der Schweizer Aussenpolitik: «Eine klare Strategie für heikle Fälle fehlt, das Handeln von Fall zu Fall bewährt sich nicht.»
Nationalrätin Martine Brunschwig Graf (FDP/GE) übt grundsätzliche Kritik an der Schweizer Aussenpolitik: «Eine klare Strategie für heikle Fälle fehlt, das Handeln von Fall zu Fall bewährt sich nicht.»
Keystone
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Nach einer anfänglichen Welle der Solidarisierung mit der Rebellenbewegung in Libyen ist in jüngster Zeit vor allem Kritik an die Anführer der Rebellenbewegung laut geworden. Von Plünderungen und Angriffen auf Zivilisten ist die Rede, hinter dem Übergangsregime werden islamistische oder sonstige konservative Kräfte vermutet. Trotz verbreiteter Skepsis macht die Schweiz einen Schritt vorwärts. Sie wolle die Beziehungen zum Übergangsrat National Transitional Council intensivieren, teilte das Aussendepartement (EDA) diese Woche mit. Dafür entsendet sie einen Diplomaten in die westlibysche Stadt Benghazi, dieser soll dort ein Verbindungsbüro eröffnen.

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