Zum Hauptinhalt springen

Fleischhasser greifen Tiertransporter an

Ausgebremste Tiertransporter, zerstörte Geschäftsstellen, Sprayereien: Unter Fleischkonsumkritikern bilden sich militante Kreise.

Unbekannte haben Anhänger des Schweizerischen Viehhändler Verbands verunstaltet. Bild: zvg
Unbekannte haben Anhänger des Schweizerischen Viehhändler Verbands verunstaltet. Bild: zvg

Der Tiertransporter war im Juni auf der Autobahn unterwegs, als er plötzlich von einem anderen Fahrzeug ausgebremst wurde. Das Auto war übersät mit Tierschutz-Klebern. Auch prangte am Auto die Aufschrift «Stoppt Tiertransporte». In den letzten neun Monaten sei es viermal zu solchen Vorfällen gekommen, berichtet Peter Bosshard, Geschäftsführer des Schweizerischen Viehhändler Verbands SVV. Fahrzeuge seien auf der Autobahn und in Kreiseln ausgebremst worden. Der Verband hat Anzeige gegen unbekannt erstattet. Bis jetzt wurde der Angreifer nicht gefunden.

Nicht nur auf der Strasse schlagen die Täter zu. Sie haben auch Anhänger mit dem Schriftzug «Tiertodestransport» oder «Tiermörder pfui» besprayt und Hausfriedensbruch bei Viehhandelsfirmen begangen. Bosshard glaubt, dass extreme Tierschutzkreise, Veganer und Vegetarier hinter den Attacken stecken. Fleischkonsumgegner sind auch auf sozialen Medien mit markigen Worten präsent. Sie bezeichnen Fleischesser als Kannibalen und Schweizer Fleisch als Mord.

«Positionen werden heftiger vertreten»

Renato Pichler, Geschäftsführer des Vereins Swissveg, fällt auf: «Egal ob vegan, glutenfrei oder Paleo – wir merken, dass die Anhänger sogenannt gesunder und fleischloser Essstile ihre Positionen heftiger vertreten als früher. Häufig reagieren sie auf Facebook bei anderen Sichtweisen sofort mit wütenden oder beleidigenden Kommentaren.»

Angela Stähli, Veganerin und Bloggerin, distanziert sich von militanten Aktionen. «Auch als Veganerin rufe ich zu Toleranz aller Ernährungsstile auf.» Nie käme es ihr in den Sinn, Fleischesser zu verteufeln oder jemanden zum Veganismus bekehren zu wollen.

Die Vegane Gesellschaft und die Tierrechtsgruppe Zürich waren gestern nicht erreichbar.

Übernommen von «20 Minuten», bearbeitet von Redaktion Tamedia.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch