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Firmen sollen für die SBB zahlen

Künftig sollen Unternehmen neue Bahnprojekte finanzieren. Das fordert der Chef des Bundesamts für Verkehr. Auch für Private kündigt er massive Preiserhöhungen an.

Wer seinen Firmensitz an einem gut erschlossenen Ort hat, soll zahlen: Pendler im Dezember 2009 in Zürich Hardbrücke.
Wer seinen Firmensitz an einem gut erschlossenen Ort hat, soll zahlen: Pendler im Dezember 2009 in Zürich Hardbrücke.

Das Projekt Bahn 2030 wird in den kommenden Jahren neue Milliardenbeträge kosten. Zahlen sollen nicht nur Pendler und die öffentliche Hand, sondern auch Unternehmen, deren Angestellte vom Angebot besonders profitieren, schlägt BAV-Direktor Peter Füglistaler vor.

Bei dem Grossprojekt stehen Varianten mit Investitionen in der Höhe von 12 oder 21 Milliarden Franken zur Diskussion. Für den Vorsteher des Bundesamts für Verkehr (BAV) kommt nur die grosse Variante infrage, wie er in Interviews mit der «Mittelland Zeitung» und der «Südostschweiz» vom Donnerstag sagt. Die kleine Variante berücksichtige den Regionalverkehr nicht, sagt Füglistaler. «Das geht nicht. Die Leute fahren nicht von Zürich nach Bern, sondern von Oerlikon nach Ittigen.»

Steuerabzüge für Pendler sollen abnehmen

An den Kosten werde sich der Benutzer des öffentlichen Verkehrs sehr stark beteiligen müssen. «Die Tarife werden in den kommenden Jahren steigen.» Zugleich arbeite sein Bundesamt weitere Vorschläge für Zusatzeinnahmen aus, sagt Füglistaler. Eine Idee sehe vor, dass Pendler in der Bundessteuer einen kleineren Abzug machen könnten.

Eine andere Idee haben sich die Verkehrsbeamten in Frankreich abgeguckt: Dort müssen die Unternehmen für Pendler eine Abgabe entrichten. Je besser ein Unternehmen mit dem öffentlichen Verkehr erschlossen ist, desto mehr zahlt es. «Wer im Zentrum Arbeitsplätze anbietet und sehr stark von den Vorteilen des öffentlichen Verkehrs profitiert, der soll das auch finanziell mittragen», sagt Füglistaler. Betroffen wäre damit insbesondere der Grossraum Zürich.

Nach Angaben des BAV-Direktors will das Uvek den Finanzierungsvorschlag gemeinsam mit der Vorlage Bahn 2030 als Gegenvorschlag zur ÖV-Initiative des Verkehrsclubs der Schweiz (VCS) unterbreiten. Zunächst müsse aber noch der Gesamtbundesrat entscheiden.

(SDA)

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