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Filz zwischen Spitälern und Kantonen

Bei den Entscheidungen über die Zuteilung von Operationen an die Spitäler spielte weder die Qualität noch die Wirtschaftlichkeit eine Rolle. Vielmehr arbeiten bei der Planung der hoch spezialisierten Medizin gute Bekannte einander zu.

Heikle Eingriffe: Öffentliche und private Spitäler kämpfen um interessante und lukrative Operationen.
Heikle Eingriffe: Öffentliche und private Spitäler kämpfen um interessante und lukrative Operationen.
Keystone

Gegen hundert Beschwerden sind gegen die Beschlüsse der Gesundheitsdirektoren in der Bauchchirurgie eingereicht worden. Das bestätigt das Bundesverwaltungsgericht. Der Vorwurf: Das Beschlussorgan habe bei seiner Arbeit gegen Bundesrecht verstossen und willkürlich gehandelt (siehe Artikel unten).

Der Hintergrund: Die Gesundheitsdirektoren haben vom Parlament den Auftrag, seltene Operationen zu koordinieren. Für Qualität und Wirtschaftlichkeit ist es nicht sinnvoll, wenn jedes Kantons- und Regionalspital jeden Eingriff anbietet. Die Kantone erarbeiteten eine interkantonale Vereinbarung dazu und wählten ein Organ aus zehn Gesundheitsdirektoren, welches die Entscheide fällt. Es hat damit weitreichende Kompetenzen für das gesamte Gesundheitswesen in der Schweiz, besonders natürlich für die Spitallandschaft. Wer von diesem Gremium nicht berücksichtigt wird, darf eine Operation nicht mehr durchführen. Gegen diese Entscheide wurden nun Beschwerden eingereicht.

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