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FDP will mit Wasserfallen zurück in den Ständerat

Im Kanton Bern kommt es zu einem Dreikampf der bürgerlichen Parteien um die beiden Sitze in der kleinen Kammer. Die Freisinnigen fordern mit ihrem Vorgehen die SVP und die BDP heraus.

Soll für die FDP den Ständeratssitz erobern: Christian Wasserfallen.
Soll für die FDP den Ständeratssitz erobern: Christian Wasserfallen.
Keystone

Die Ständeratswahl im Kanton Bern wird zur Zerreissprobe für die bürgerlichen Parteien: Geht es nach dem Willen der FDP-Spitze, soll Nationalrat Christian Wasserfallen im Herbst die Bisherigen Adrian Amstutz (SVP) und Werner Luginbühl (BDP) herausfordern.

Das letzte Wort haben die FDP-Delegierten am 8. Juni. Bis dahin könnten auch noch weitere Kandidaturen angemeldet werden, versicherte der Ausschuss der Geschäftsleitung heute vor den Medien in Bern.

Der 29-jährige Wasserfallen zeigte sich kämpferisch. Die bernische FDP habe einen Anspruch auf einen Sitz im Ständerat, betonte er. Dass die grossen Wirtschaftsverbände aller Voraussicht nach auf die zwei Bisherigen setzen und die FDP aussen vor lassen, hindere ihn nicht an einem engagierten Wahlkampf.

Zwei Vertreter vom Land

Der Handels- und Industrieverein (HIV) war zum Schluss gekommen, die bürgerliche Doppelvertretung lasse sich am besten mit Amstutz und Luginbühl halten. Der Dachverband der KMU dürfte nächste Woche denselben Entscheid fallen.

Wasserfallen betonte vor den Medien, der Kanton Bern sei zurzeit mit zwei Politikern aus ländlichen Gebieten unausgewogen vertreten. Dazu komme, dass der Ständerat generell von älteren Leuten dominiert werde. Beides wolle er als junger Stadtberner ändern.

FDP-Präsident Peter Flück sagte, man werde nun das Gespräch mit BDP und SVP suchen, um das weitere Vorgehen zu regeln. «Wir wollen auch schauen, wir wir miteinander umgehen im Wahlkampf.»

Schmidhausers Verzicht

Die Findungskommission hatte sich ursprünglich für eine weibliche Kandidatur ausgesprochen. Doch Grossrätin Corinne Schmidhauser mochte nicht ins Rennen steigen: Die FDP müsse auf die Wahlen im Herbst fokussieren und nicht Kräfte mit internen Ausmarchungen vergeuden.

Die bernische FDP war bis 2003 im Ständerat vertreten, zuletzt mit Christine Beerli. Dann verlor die Partei den Sitz an die SP. 2007 scheiterte die FDP mit der Kandidatur von Dora Andres; in der Ersatzwahl Anfang 2011 blieb Christa Markwalder ebenfalls chancenlos.

Mindestens acht Kandidaturen

In diesem Herbst sind die zwei Berner Ständeratssitze wieder heiss begehrt. Luginbühl und Amstutz werden nicht nur gegen den Freisinn um ihre Sitze kämpfen müssen. Das rot-grüne Lager setzt seinerseits auf Nationalrat Alec von Graffenried (Grüne) und ein SP- Mitglied, das an diesem Donnerstag nominiert wird.

Drei kleinere Parteien haben ebenfalls eine Kandidatur angekündigt. Die CVP will den Namen bis Anfang Juni bekanntgeben, die EVP schickt Nationalrätin Marianne Streiff-Feller ins Rennen und die EDU ihren Nationalrat Andreas Brönnimann.

SDA/js

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