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Fahren mit Licht am Tag soll bald Pflicht sein

Anfang 2014 soll das zweite «Via sicura»-Paket für mehr Verkehrssicherheit in Kraft treten. Darin enthalten sind die Lichtpflicht am Tag sowie neue Alkoholgrenzwerte für Fahrschüler.

Soll zur Regel werden: Ein Auto fährt unter Tag mit Licht.
Soll zur Regel werden: Ein Auto fährt unter Tag mit Licht.
Keystone

Das Fahren mit Licht am Tag soll ab nächstem Jahr obligatorisch werden. Zudem will das Bundesamt für Strassen (Astra) für bestimmte Personengruppen ein Alkoholverbot einführen. Das sieht das zweite «Via sicura»-Paket vor.

Seit Anfang Jahr gelten bereits strengere Massnahmen gegen Raser. Auf Anfang 2014 will das Astra nun das zweite «Via sicura»-Paket in Kraft setzen. Darin enthalten sind Massnahmen, die auf Verordnungsebene konkretisiert werden müssen, wie das Bundesamt mitteilt. Dazu hat der Bund nun eine Anhörung eröffnet.

Faktische Alkohol-Nulltoleranz

Motorwagen und Motorräder sollen künftig am Tag obligatorisch mit Licht fahren müssen. Wer gegen die neue Pflicht verstösst, soll mit einer Ordnungsbusse von 40 Franken bestraft werden.

Der Alkoholgrenzwert für Fahrschülerinnen und Fahrschüler, Neulenkende, Fahrlehrerinnen und Fahrlehrer sowie Begleitpersonen von Lernfahrten und für Berufschauffeure soll zudem künftig von 0,5 auf 0,1 Promille Alkohol gesenkt werden. Das bedeutet, dass sie faktisch nur noch fahren dürfen, wenn sie keinen Alkohol getrunken haben.

Wer mit 1,6 Promille oder mehr Alkohol im Blut fährt, soll seinen Führerausweis für mehrere Monate abgeben und sich in jedem Fall einer verkehrsmedizinischen Untersuchung unterziehen müssen. Dabei wird überprüft, ob ein Alkoholproblem besteht.

Fahrberechtigung beschränken

Weiter wird die bereits bestehende Möglichkeit zur Beschränkung der Fahrberechtigung präziser geregelt. So kann die Zulassungsbehörde die Fahrberechtigung zum Beispiel mit einem Autobahn- oder Nachtfahrverbot verknüpfen oder Fahrten auf eine bestimmte Strecke, beispielsweise von einem Weiler in ein Dorf, beschränken.

Auch die medizinischen Mindestanforderungen, die erfüllt sein müssen, um ein Motorfahrzeug sicher zu fahren, sollen dem heutigen Stand von Wissenschaft und Technik angepasst werden. Künftig sollen verkehrsmedizinische Fahreignungsuntersuchungen nur noch von Ärztinnen und Ärzten durchgeführt werden können, die nach einer spezifischen Fortbildung eine entsprechende Bewilligung der kantonalen Behörde erhalten haben.

Die Anhörung dauert bis am kommenden 12. Juli.

SDA/fko

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