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Ex-Spion auf heikler Mission

Das Bundesamt für Migration nimmt den umstrittenen früheren Chef des Inlandgeheimdienstes Urs von Daeniken in Schutz: Er sei bei der Suche nach Asylunterkünfte in Nottwil, Eigenthal und Sufers erfolgreich gewesen.

Undurchsichtige Vergangenheit: Seit einiger Zeit weibelte der frühere Schlapphut Urs von Daeniken bei Bevölkerung, Gemeinden und Armee für Asylunterkünfte – mit Erfolg. (30. März 2008)
Undurchsichtige Vergangenheit: Seit einiger Zeit weibelte der frühere Schlapphut Urs von Daeniken bei Bevölkerung, Gemeinden und Armee für Asylunterkünfte – mit Erfolg. (30. März 2008)
Alessandro della Valle, Keystone
Nachfolge: Zuvor war es BFM-Chef Mario Gattiker, der die Informationsveranstaltungen zu Asylunterkünften leitete. (2. Juli 2012)
Nachfolge: Zuvor war es BFM-Chef Mario Gattiker, der die Informationsveranstaltungen zu Asylunterkünften leitete. (2. Juli 2012)
Peter Klaunzer, Keystone
Erstes Comeback: Obwohl es die frühere Justizministerin Eveline Widmer-Schlumpf war, die ihn abgesetzt hatte, verhalf sie ihm 2010 zu einem ersten Comeback beim Bund: Urs von Daeniken wurde als Berater verpflichtet. (3. März 2010)
Erstes Comeback: Obwohl es die frühere Justizministerin Eveline Widmer-Schlumpf war, die ihn abgesetzt hatte, verhalf sie ihm 2010 zu einem ersten Comeback beim Bund: Urs von Daeniken wurde als Berater verpflichtet. (3. März 2010)
Peter Schneider, Keystone
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Als Christoph Blocher Justizminister war, sah der damalige Chef des Dienstes für Analyse und Prävention (DAP), Fürsprecher Urs von Daeniken, seine Chance gekommen. Es ging um den Vorentwurf zur Revision des Bundesgesetzes zur Stärkung der inneren Sicherheit, kurz BWIS II. Das Papier war ein Angriff auf Bürgerrechte: Von Daeniken wollte eine geheime Polizei und bezahlte Spitzel einsetzen, Telefone abhören und Tarnfirmen gründen. Die Blocher nahestehende «Weltwoche» machte diese Pläne aber publik. Und der Justizminister stoppte BWIS II. Von Daeniken wurde von Blochers Nachfolgerin Eveline Widmer-Schlumpf abgesetzt, als der Inlandgeheimdienst 2008 vom Justiz- ins Verteidigungsdepartement zügelte.

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