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Exodus ins Nirgendwo

Afrika und der Nahe Osten leeren sich. Die Immigrationspolitik des Westens ist verantwortungslos. Ein Kommentar.

Neulich im Bahnhof Basel sprachen mich zwei junge, dunkelhäutige Männer an, sie schienen durchaus gut gelaunt, ihr Blick war intelligent und ihr Deutsch sehr gebrochen. Besonders fielen die Frisuren auf: etwas ver­strubelt, Rasta-mässig, urbaner Rebellionschic halt, wie man ihn kennt aus Kopenhagen oder Amsterdam. Das Übliche. Sie wollten wissen, ob dieser Schnellzug, der neben uns stand, auch in Liestal hielt, was ich natürlich nicht wusste, weshalb ich sie an das SBB-Personal verwies – und dabei zeigten sie mir, vielleicht um die Dringlichkeit ihrer Anfrage zu unterstreichen, auch die Adresse, wohin sie wollten. Auf einem Papier stand schön ausgedruckt: «Sozialamt, Liestal», den Rest der Angaben habe ich vergessen. Die Geschichte wirkt wie ein Klischee für Fremdenfeinde, aber sie ist nicht erfunden.

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