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«Es war normal, dass Blocher zu mir kam»

Christoph Blocher erhält unerwartete Unterstützung: Die ehemalige Bundespräsidentin Micheline Calmy-Rey verteidigt in der Sonntagspresse seine Rolle in der Affäre Hildebrand.

Unterstützung für einen ehemaligen politischen Gegner: Micheline Calmy-Rey. (6. Februar 2012)
Unterstützung für einen ehemaligen politischen Gegner: Micheline Calmy-Rey. (6. Februar 2012)

Alt Bundesrätin Micheline Calmy-Rey hat das Verhalten ihres ehemaligen Regierungskollegen und SVP-Nationalrats Christoph Blocher (ZH) in der Affäre Hildebrand verteidigt. Mit solchen Informationen müsse man sich an die Bundespräsidentin wenden können.

Das sei normal, sagte Calmy-Rey in Interviews mit der «SonntagsZeitung» und «Le Matin Dimanche». Es sei richtig, wenn ein Parlamentarier eher mit der Bundespräsidentin spreche als mit den Medien, wenn der Ruf des Landes tangiert sei.

Affäre hat sie enttäuscht

Sie habe die Plausibilität von Blochers Angaben abklären lassen. Die Angaben seien bestätigt worden, und sie habe den Bundesrat informiert und mit dem damaligen Nationalbankpräsidenten Philipp Hildebrand gesprochen.

Blocher habe sie gleich nach seiner Vereidigung als Nationalrat informiert, sagte Calmy-Rey zur Immunitätsfrage. Sie habe das Dossier nach ihrem Rücktritt an Eveline Widmer-Schlumpf übergeben, wo es in guten Händen gewesen sei.

Die ganze Affäre habe sie aber enttäuscht. Zusammen mit der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel habe sie eine Kampagne zur Wahl Hildebrands ins Vizepräsidium der Internationalen Finanzstabilitätsorganisation geführt. Ein paar Wochen später sei alles zusammengebrochen.

SDA/rbi

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