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«Es war keine Abstimmung über Europa»

Bei der SVP-Einwanderungsinitiative wurde die Westschweiz wieder überstimmt. Die Romands zeigten sich aber scheinbar viel EU-kritischer als früher. Geograf Martin Schuler zu den Hintergründen.

«In der Westschweiz wurde klarer diskutiert, dass die Annahme der Initiative zu Schwierigkeiten für die Schweiz führen könnte»: Abstimmungsplakate für und gegen die Initiative «Gegen Masseneinwanderung» in Genf». (8. Februar 2014)
«In der Westschweiz wurde klarer diskutiert, dass die Annahme der Initiative zu Schwierigkeiten für die Schweiz führen könnte»: Abstimmungsplakate für und gegen die Initiative «Gegen Masseneinwanderung» in Genf». (8. Februar 2014)
Keystone

Die Romands haben sich in der Abstimmung zur SVP-Einwanderungsinitiative weniger enthusiastisch gegenüber Europa gezeigt als früher. Was ist los mit den Westschweizern?

Es war keine Abstimmung über Europa. Es war eine Abstimmung über Migrationsfragen, die aber grosse Auswirkungen auf das Verhältnis zwischen der Schweiz und Europa haben kann. Im Vergleich zu den Urnengängen der vergangenen Jahre zur Ausländerthematik stimmten die Westschweiz wie auch die Deutschschweiz ähnlich ab. Das bedeutet, dass die Westschweizer wieder einmal überstimmt wurden. Nur einmal gab es eine Abstimmung, die ganz knapp zu ihren Gunsten ausgegangen ist. Das war 2002 die Verschärfung des Asylrechts. Die Deutschschweiz hatte sich dafür ausgesprochen, die welsche Schweiz inklusive des Tessins war aber stark dagegen. Die Vorlage wurde dadurch nicht angenommen.

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