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«Es ist verrückt, 500 Menschen in ein Schiff zu pferchen»

Vor Lampedusa hat sich einer der grössten Unfälle mit einem Flüchtlingsschiff ereignet. Jürg Martin Gabriel kennt diesen Meeresabschnitt und sagt, wo man den Hebel ansetzen müsste.

Bis zu 300 Menschen starben, als ihr Flüchtlingsboot vor der italienischen Insel Lampedusa sankt: Das Wrack des Schiffs auf dem Meeresgrund. (4. Oktober 2013)
Bis zu 300 Menschen starben, als ihr Flüchtlingsboot vor der italienischen Insel Lampedusa sankt: Das Wrack des Schiffs auf dem Meeresgrund. (4. Oktober 2013)
Keystone
Verhaftet: Der mutmassliche Schlepper Mohammed Elim Muhidin auf dem Flughafen von Palermo. (7. November 2013)
Verhaftet: Der mutmassliche Schlepper Mohammed Elim Muhidin auf dem Flughafen von Palermo. (7. November 2013)
AP/Polizei
Insgesamt befanden sich rund 500 Migranten auf dem Schiff. Viele der Flüchtlinge stammen aus Eritrea. (3. Oktober 2013)
Insgesamt befanden sich rund 500 Migranten auf dem Schiff. Viele der Flüchtlinge stammen aus Eritrea. (3. Oktober 2013)
AFP
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Immer wieder sterben Flüchtlinge bei der Überfahrt von Afrika nach Europa. Der Aufschrei nach der jüngsten Katastrophe vor Lampedusa ist riesig. Kommt er nicht ein bisschen spät?

Man muss schon sehen, dass wir noch nie einen so grossen Unfall hatten. Es handelt sich um ein ausserordentliches Ereignis, denn es waren 500 Menschen auf einem einzigen Schiff. In den drei Jahren, in denen ich diesen Abschnitt des Mittelmeeres genau beobachte, hat es das noch nie gegeben.

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