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Eritreer sind Flüchtlinge mit Imageproblem

In den letzten Monaten wurde der Ruf der Eritreer in der Schweiz immer schlechter. Die beziehen lieber Sozialhilfe, als zu arbeiten, lautet der Vorwurf. Eine Suche nach seinen Ursachen – und nach der Realität.

Der 28-jährige Yemane Yohannes lebt mit seinem Sohn Matthias und seiner Frau in Winterthur. Foto: Dominique Meienberg
Der 28-jährige Yemane Yohannes lebt mit seinem Sohn Matthias und seiner Frau in Winterthur. Foto: Dominique Meienberg

Einer von ihnen trägt ein ­T-Shirt, auf dem in roter Schrift «Switzerland» steht. Und genau darum geht es an diesem Donnerstagabend im Sitzungsraum der katholischen Hochschulgemeinde am Zürcher Hirschengraben: um die Eritreer und die Schweiz. Die drei Frauen und zwölf Männer sind hier, weil sie ihre eritreischen Landsleute bei der Integration unterstützen möchten. Die Brücke zur Schweizer Gesellschaft schlagen. Ab und zu unterdrückt einer von ihnen ein Gähnen, manche kommen direkt von der Arbeit. Vom Strassenlärm draussen hört man trotz der grossen Fenster wenig, als Kursleiter Ron Hal­bright die Teilnehmer begrüsst. Neben ihm liegen sechs Namensschilder, die unbenutzt bleiben werden.

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