Zum Hauptinhalt springen

Er gab sich kokett statt konkret

Der abtretende Bundesrat Moritz Leuenberger investierte Zeit, Ehrgeiz und Prestige in seine Reden. Dabei lieferte er wenig Konkretes, sondern Aneinanderreihungen von Assoziationen.

Der Versuch war kühn. Als erster Bundesrat setzte Moritz Leuenberger auf ein klassisches politisches Instrument: die öffentliche Rede. Nichts hat ihm so viel Applaus eingetragen, nichts so viel Verachtung.

Der Versuch war umso mutiger, weil er eine einzigartige Körpersprache hat: ebenso expressiv wie abweisend. Er selbst nannte seine Leichenbittermiene «einen physiognomischen Fehler»: Innen sähe es nicht so aus wie aussen.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.