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Einsiedeln kommt ETH-Professor entgegen

Die Gemeinde will sich grosszügig zeigen, nachdem sie einem emeritierten Professor nach fast 40 Jahren in der Schweiz den roten Pass verweigert hat.

Will offenbar ein neues Einbürgerungsgesuch in Einsiedeln stellen: Der emeritierte Irving Dunn aus den USA. (14. Oktober 2014)
Will offenbar ein neues Einbürgerungsgesuch in Einsiedeln stellen: Der emeritierte Irving Dunn aus den USA. (14. Oktober 2014)
Sabina Bobst

Der emeritierte ETH-Professor Irving J. Dunn will möglicherweise einen zweiten Anlauf für seine Einbürgerung nehmen. Der Amerikaner, der mit seiner Familie seit 39 Jahren in Einsiedeln lebt, ist am Montag nicht eingebürgert worden. Er sei zu wenig integriert, hiess es als Begründung. Nach Einschätzung der Einbürgerungskommission kennt er die kommunalen Verhältnisse nicht gut genug. Insbesondere seine Kenntnisse in Schwyzer und Einsiedler Geografie und Politik wurden bemängelt. Der Entscheid löste einen Sturm der Entrüstung aus.

Wie sich die Einsiedler zur abgelehnten Einbürgerung äusserten (Video: Anja Metzger).

Einsiedelns Landschreiber Peter Eberle signalisiert nun im Gespräch mit der «NZZ am Sonntag» ein Entgegenkommen der Behörden. Ein neues Einbürgerungsgesuch wäre sofort möglich und würde wahrscheinlich nicht mehr das ganze Prozedere nach sich ziehen: «Möglicherweise müsste Herr Dunn jene Prüfungen nicht mehr ablegen, welche er bestanden hat.» Auch eine Kostenreduktion sei möglich: «Ich gehe davon aus, dass gewisse Kosten nicht mehr anfallen würden.»

Für Dunn sind das gute Nachrichten: «Wenn es so aussieht, dann werde ich ein neues Gesuch stellen, wenigstens um zu erfahren, was ein zweites Verfahren kosten und beinhalten würde», sagt er der «NZZ am Sonntag».

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