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«Eine Opportunistin bin ich deswegen nicht»

Elisabeth Schneider-Schneiter hat bei 98,5 Prozent der Fälle im Nationalrat gleich wie die Mehrheit gestimmt. Manchmal müsse man vom eigenen Standpunkt etwas abrücken.

Dass sie oft mit der Mehrheit stimme, zeige, dass sie für wichtige Kompromisse in der Schweiz kämpfe: Elisabeth Schneider-Schneiter. Foto: Keystone

Dass sie oft mit der Mehrheit stimme, zeige, dass sie für wichtige Kompromisse in der Schweiz kämpfe: Elisabeth Schneider-Schneiter. Foto: Keystone

Mischa Aebi@sonntagszeitung
Patrick Meier@pameier
Denis von Burg@sonntagszeitung

SVP-Nationalrat Erich Hess ist der konsequenteste Oppositionspolitiker im Nationalratssaal. Keiner hat so oft anders gestimmt als die Mehrheit. Das zeigt eine Auswertung aller Gesamtabstimmungen in der laufenden Legislatur. Dass Hess auf dem Schlussrang liegt, ist für ihn keine Schande, sondern vielmehr ein Kompliment: «Es zeigt meine konsequente Linie.» Er könne sich gut erklären, warum er auf diesem letzten Rang gelandet sei. Seine Partei stimme sehr oft gegen eine Mitte-links-Mehrheit. Er stimme meist im Einklang mit der Parteilinie. Nur in einem Punkt sei er noch strikter als viele in seiner Partei. «Wenn ich ein Projekt ablehne, stimme ich später konsequent auch gegen dessen Finanzierung.» Ein Verhinderer sei er deswegen noch lange nicht. Guten Erneuerungen stimme er jederzeit zu, vor allem wenn es um tiefere Steuern gehe.

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