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Eine kostspielige Entsorgung

Wie «Der Sonntag» berichtet, ist der Bund auf zu vielen Schweinegrippe-Impfstoffen sitzen geblieben. 3,5 Millionen abgelaufene Dosen im Wert von 41 Millionen Franken müssen vernichtet werden.

Zu viel gehortet: Ein Schweinegrippe-Impfstoff.
Zu viel gehortet: Ein Schweinegrippe-Impfstoff.
Keystone

«2011 laufen weitere H1N1-Impfstoffe ab», bestätigte Daniel Koch, Leiter der Abteilung für übertragbare Krankheiten des Bundesamts für Gesundheit (BAG), einen Bericht der Zeitung «Sonntag». Der Impfstoff gegen das Vogelgrippe-Virus H5N1 sei hingegen länger haltbar: «Die H5N1-Dosen haben kein Ablaufdatum, sie werden laufend überprüft», erklärte Koch.

Da beim Vogelgrippe-Impfstoff das Antigen H5N1 und das Adjuvans separat abgepackt wurden, kann das teurere Adjuvans künftig ebenfalls für die Schweinegrippe-Impfung verwendet werden, wie Koch festhielt. Weil der Bund eine H1N1-Pandemie befürchtet hatte, stellte er im Jahr 2009 13 Millionen Dosen Impfstoff gegen die Schweinegrippe bereit. Die Massnahme kostete 84 Millionen Franken. Tatsächlich gebraucht wurden rund 2,5 Millionen Impfdosen.

Koch rechtfertigt Kosten

Gemäss Koch sind die Kosten wie auch die hohe Zahl Impfdosen nach wie vor gerechtfertigt: «Der Bund hat den Impfstoff als Versicherung gegen die Pandemie gekauft», sagte er. Bei keiner Versicherung sei klar, ob die Katastrophe dann auch tatsächlich eintrete.

Um den überzähligen Impfstoff loszuwerden, verschenkte der Bund im vergangenen Jahr 1,3 Millionen Dosen an die Weltgesundheitsorganisation (WHO). Weitere 1,5 Millionen Dosen hätten ins Ausland verkauft werden sollen. Die interessierten Länder aus dem Nahen Osten seien jedoch abgesprungen, sagte Koch.

SDA/jak

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