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Ein politischer Asyl-Entscheid

Regierungsrätin Karin Keller-Sutter engagierte sich gegen die Ausschaffung einer Familie. Ungesetzlich ist das nicht.

Sie hat aus persönlicher Betroffenheit gehandelt: St. Galler Justizvorsteherin Karin Keller-Sutter.
Sie hat aus persönlicher Betroffenheit gehandelt: St. Galler Justizvorsteherin Karin Keller-Sutter.
Keystone

Eine asylsuchende Familie, deren Herkunft (Iran oder Türkei) nicht geklärt ist, hätte 2008 ausgeschafft werden sollen. Sie konnte schliesslich bleiben, weil sich der Kanton St. Gallen beim Bundesamt für Migration für eine Wiedererwägung eingesetzt hatte.

Der Fall, den die «Weltwoche» gestern publik machte, ist einer jener seltenen Fälle, in denen sich kantonale Ausländerbehörden beim Bund für eine asylsuchende Person einsetzen. Dies ist rechtlich zulässig, kommt aber höchst selten vor. «Es ist im Kanton St. Gallen eine absolute Ausnahme», sagt Bruno Zanga, Leiter des kantonalen Migrationsamts. Der Grund dafür war persönliche Betroffenheit der Justizvorsteherin Karin Keller-Sutter über das Schicksal zweier gut integrierter Berufsschüler. Die Zwillingsgeschwister, ein Junge und ein Mädchen, sind mittlerweile volljährig.

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