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Dritter Ehec-Fall in der Schweiz

In der Schweiz ist eine weitere Person an der neuen Variante des Darmbakteriums erkrankt. Die deutsche Bundeskanzlerin schliesst inzwischen eine Entschädigung für die spanischen Bauern nicht mehr aus.

Der Bockshornkleesamen solls gewesen sein: Ein ägyptischer Gewürzhändler zeigt den Urheber der Ehec-Seuche. (Archivbild)
Der Bockshornkleesamen solls gewesen sein: Ein ägyptischer Gewürzhändler zeigt den Urheber der Ehec-Seuche. (Archivbild)
AFP
Der Hinweis auf den Ehec-Erreger ist erbracht: Eine Packung Sprossen. (10. Juni 2011)
Der Hinweis auf den Ehec-Erreger ist erbracht: Eine Packung Sprossen. (10. Juni 2011)
Reuters
Sanitäter bringen einen Patienten mit Ehec-Symptomen in die Uniklinik Eppendorf D. (24. Mai 2011)
Sanitäter bringen einen Patienten mit Ehec-Symptomen in die Uniklinik Eppendorf D. (24. Mai 2011)
Reuters
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In der Schweiz gibt es einen neuen Ehec-Fall: Wie in den beiden bisher bestätigten Fällen dürfte sich auch dieser Patient in Deutschland mit dem Erreger infiziert haben. Alle drei erkrankten Personen hätten sich vor Krankheitsausbruch in Deutschland aufgehalten, schreibt das Bundesamt für Gesundheit. Ihr Gesundheitszustand sei stabil, sie wiesen keine Komplikationen auf.

In der Schweiz erkranken jedes Jahr 50 bis 70 Personen am Darmbakterium Ehec. Seit Anfang Jahr wurden 28 Fälle bestätigt, 15 davon seit Anfang Mai. Bei dem Bakterienstamm, dem in Europa bisher mindestens 18 Personen zum Opfer gefallen sind, handelt es sich um eine seltene und kaum bekannte Mutation des Erregers.

Merkel bedauert den Fehlalarm

Bundeskanzlerin Angela Merkel zieht nach Angaben der spanischen Regierung in Betracht, auf eine Entschädigung der Europäischen Union für spanische Bauern zu dringen, nachdem deren Produkte fälschlich für den Ehec-Ausbruch in Deutschland verantwortlich gemacht wurden.

Die Regierung in Madrid teilte auf ihrer Webseite ausserdem mit, dass Merkel bei einem Telefonat mit dem spanischen Ministerpräsidenten José Luis Rodriguez Zapatero ihr Bedauern über den angerichteten Schaden ausgedrückt habe. Die Hamburger Behörden, die spanische Gurken als mögliche Ursache für die Infektionen durch den Darmerreger genannt hatten, hätten allerdings in Einklang mit deutschem Recht gehandelt. Die später zurückgezogene Anschuldigung hatte zu grossen finanziellen Verlusten für die spanische Landwirtschaft geführt, offizielle Zahlen wurden noch nicht genannt.

SDA/jak

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