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Doris Leuthard lobt die wackeren Schützen

Zur Eröffnung des Schützenfestes reiste die Bundespräsidentin in ihre Heimat – und sie sagte, was Schützen besser können als Manager.

Die Stadt Aarau stand am Sonntag ganz im Zeichen des Eidgenössischen Schützenfestes. Bundespräsidentin Doris Leuthard lobte in ihrer Festansprache die Tugenden der Schützen. Knapp 70 Formationen marschierten bei einem Umzug durch die Garnisonsstadt.

Schützinnen und Schützen seien «verantwortungsbewusst, mit ruhiger Hand und scharfem Blick», sagte Leuthard am Morgen bei ihrer Ansprache im Aarauer Schachen. Der Feier wohnten zahlreiche Ehrengäste aus Politik, Armee, Wirtschaft und Sport bei.

Jungschützin an der Schule

Die Schweiz brauche mehr «Menschen, die auch dann zupacken, wenn nicht der grosse Bonus lockt», sagte Leuthard. Wer hyperaktiv reagiere, im Schiessstand oder in der Politik, verreise den Schuss. Wer Hüftschüsse abgebe, verfehle das Ziel.

Dabei streifte sie augenzwinkernd die Debatte über Fichen der Nachrichtendienste. Der Moderator hatte bei der Ankündigung verraten, dass Leuthard während der Bezirksschule in Muri AG einen Jungschützenkurs besucht hatte. «Offenbar gibt es auch bei den Schützen Fichen», bemerkte Leuthard und erntete Lacher.

Kutschen für die Ehrengäste

Am Nachmittag begann nach einem kurzen Regenguss der Umzug durch die Altstadt und die Aarauer Bahnhofstrasse. Die Parade wurde von einer Kutsche angeführt, aus der die Bundespräsidentin mehreren tausend Besucherinnen und Besuchern auf den Trottoirs zuwinkte.

In ihrer Kutsche sassen auch der Aargauer Landammann Peter C. Beyeler und Dora Andres, Präsidentin des Schweizer Schiesssportverbands (SSV). In einer zweiten Kutsche nahmen unter anderen die Aargauer Regierungsrätin Susanne Hochuli sowie André Blattmann, Korpskommandant der Schweizer Armee, Platz.

Umzug mit Kavallerie und Radfahrern

Die zahlreichen Musikgesellschaften erhielten viel Applaus. Während die Aargauer Gemüseproduzenten Rüebli verteilten, luden Aargauer Winzer zu einem Glas Weisswein ein. Auch Nostalgie- Begeisterte kamen auf ihre Kosten.

So ritt ein Kavallerieschwadron aus dem Jahr 1972 durch die Strassen. Vor ihnen fuhr eine historische Radfahrerkompanie. Je ein Sechser-Gespann von Pferden zog ein Artilleriegeschütz aus dem Jahr 1903 und einem historischen Bierwagen.

Das Schützenfest dauert noch bis zum 18. Juli. Seit gut zwei Wochen sind die Schiesswettkämpfe im Gang. Das grösste Schiesszentrum mit 120 Scheiben befindet sich in Rupperswil AG. Insgesamt messen sich am «Eidgenössischen» rund 45'000 Schützinnen und Schützen. Total werden über drei Millionen Patronen abgefeuert.

SDA/oku

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