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Diese SRG-Sender müssen um ihre Zukunft bangen

Jetzt kann sich auch Medienminister Moritz Leuenberger vorstellen, dass die SRG ganze Programme abschafft. Welche Sender trifft es am ehesten?

Obwohl der Auslanddienst zuletzt an Reichweite zulegte, könnten seine Tage bald gezählt sein. Dies weil der Bundesrat der Plattform den Geldhahn zudrehen will. Heute teilen sich Bund und SRG die Kosten von gut 26 Millionen Franken. Stimmt das Parlament der Marschrichtung des Bundesrates zu, dürfte dies das Ende von Swissinfo sein. Mit Swissinfo identifiziert sich allerdings ein beträchtlicher Teil der «fünften Schweiz» im Ausland, immerhin 650'000 an der Zahl.
Obwohl der Auslanddienst zuletzt an Reichweite zulegte, könnten seine Tage bald gezählt sein. Dies weil der Bundesrat der Plattform den Geldhahn zudrehen will. Heute teilen sich Bund und SRG die Kosten von gut 26 Millionen Franken. Stimmt das Parlament der Marschrichtung des Bundesrates zu, dürfte dies das Ende von Swissinfo sein. Mit Swissinfo identifiziert sich allerdings ein beträchtlicher Teil der «fünften Schweiz» im Ausland, immerhin 650'000 an der Zahl.
Keystone
Mit zwei TV- und drei Radiosendern der SRG gilt das Tessin als «überversorgt». Das findet mittlerweile sogar SP-Nationalrat Hans-Jürg Fehr. Dass die SRG im Südkanton den Rotstift ansetzt, dafür spricht auch, dass die italienischsprachigen Programme ohne die Quersubventionen aus der Deutschschweiz nie finanziert werden könnten. Nicht weniger als 1028 Vollzeitstellen beträgt der Personalbestand der SRG im Tessin. Vom Betriebsaufwand von über 250 Millionen Franken (2008) liesse sich wohl ein beträchtlicher Teil einsparen. Im Bild: RTSI-Direktor Dino Balestra.
Mit zwei TV- und drei Radiosendern der SRG gilt das Tessin als «überversorgt». Das findet mittlerweile sogar SP-Nationalrat Hans-Jürg Fehr. Dass die SRG im Südkanton den Rotstift ansetzt, dafür spricht auch, dass die italienischsprachigen Programme ohne die Quersubventionen aus der Deutschschweiz nie finanziert werden könnten. Nicht weniger als 1028 Vollzeitstellen beträgt der Personalbestand der SRG im Tessin. Vom Betriebsaufwand von über 250 Millionen Franken (2008) liesse sich wohl ein beträchtlicher Teil einsparen. Im Bild: RTSI-Direktor Dino Balestra.
Keystone
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«Was die Ausgaben betrifft, gibt es keine Tabus, auch was die Streichung von Programmelementen oder sogar ganzen Sendern betrifft», erklärte Bundesrat Moritz Leuenberger gegenüber der «SonntagsZeitung». Der Medienminister lässt damit die SRG-Verantwortlichen im Regen stehen: Denn die Hoffnung der SRG, im Sommer eine Erhöhung der Empfangsgebühren zu beschliessen oder Onlinewerbung und zusätzliche Unterbrecherwerbung im TV zuzulassen, um die Millionenlöcher in den Kassen des öffentlich-rechtlichen Unternehmens zu stopfen, wird damit empfindlich gedämpft.

Leuenberger rennt im Gegenzug bei den Parlamentariern offene Türen ein: Quer durch das Parteienspektrum wollen Politiker SRG-Sender schliessen und Programme streichen. Sogar SP-Nationalrat Hans-Jürg Fehr, der bislang stets noch für eine Gebührenerhöhung eintrat, erklärt nun in der «Aargauer Zeitung», dass man im Angebotsbereich ein Tabu brechen und darüber diskutieren müsse, ob tatsächlich alle Sprachregionen gleich behandelt werden müssten.

Doch welche SRG-Sender sind akut gefährdet? Und mit welchen Sendern könnte die SRG am meisten sparen? Redaktion Tamedia zeigt auf, welche Programme nicht zuletzt auch von der Politik am stärksten unter Druck gesetzt werden.

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