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Die Westschweiz versucht es allein

Die Gesundheitsdirektoren der Romandie wollen jetzt öffentliche Krankenkassen nur für ihre Kantone.

Sieht die Möglichkeit für kantonale Kassen: Gesundheitsdirektor Pierre-Yves Maillard.
Sieht die Möglichkeit für kantonale Kassen: Gesundheitsdirektor Pierre-Yves Maillard.
Keystone

Der Kanton Freiburg wurde in der Abstimmung über die Einheitskasse zu einer Schweiz im Kleinstformat: Ein Röstigraben teilte den Kanton, der mit 50,3 Prozent Nein-Stimmen die Einheitskassen-Initiative äusserst knapp abgelehnt hat. Normalerweise verläuft dieser Röstigraben entlang der Grenze zum benachbarten Kanton Bern, diesmal aber tat er sich mitten im Kanton auf: zwischen den beiden deutsch- und den fünf französischsprachigen Distrikten. Während die frankofonen Freiburger wie die Mehrheit in der Romandie der Einheitskassen-Initiative zustimmten, lehnten die deutschsprachigen Freiburger diese ab. Das knappe Resultat in Freiburg ist bemerkenswert. Für den bürgerlichen Kanton wurde ein klares Nein erwartet, weil die Prämien unter dem nationalen Durchschnitt liegen und es auch zwischen den Prämienregionen innerhalb des Kantons keine erheblichen Unterschiede gibt. Das Krankenkassensystem wurde in Freiburg deshalb bisher grundsätzlich nicht infrage gestellt. «Bei dieser Abstimmung ging es um das Verhältnis zum Staat», glaubt SP-Nationalrat Jean-François Steiert.

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