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«Die Tabakindustrie lobbyiert zu stark»

Der Bund will mit einem neuen Tabakgesetz die Zigarettenwerbung umfassend verbieten. Doch die Pläne dürften politisch kaum Chancen haben – obwohl die Schweiz diesbezüglich international unter Druck steht.

Raphaela Birrer
Mit einem umfassenden Werbeverbot soll die Jugend vor der Tabaksucht geschützt werden: Eine junge Frau raucht und trinkt einen Kaffee in Zürich. (Archivbild)
Mit einem umfassenden Werbeverbot soll die Jugend vor der Tabaksucht geschützt werden: Eine junge Frau raucht und trinkt einen Kaffee in Zürich. (Archivbild)
Gaetan Bally, Keystone
... an Open Airs (wie hier in St. Gallen) dagegen schon. (Archivbild)
... an Open Airs (wie hier in St. Gallen) dagegen schon. (Archivbild)
Keystone
In der EU gelten striktere Regelungen zum Umgang mit Tabakprodukten als in der Schweiz: Solche und ähnliche Bilder sind beispielsweise auf den Zigarettenpackungen in Grossbritannien zu sehen. (Archivbild)
In der EU gelten striktere Regelungen zum Umgang mit Tabakprodukten als in der Schweiz: Solche und ähnliche Bilder sind beispielsweise auf den Zigarettenpackungen in Grossbritannien zu sehen. (Archivbild)
Department of Health/AP, Keystone
Begrüsst jede gesetzliche Verschärfung, welche die Jugend vor dem Tabakkonsum schützt: Die grüne Nationalrätin und Ärztin Yvonne Gilli. (Archivbild)
Begrüsst jede gesetzliche Verschärfung, welche die Jugend vor dem Tabakkonsum schützt: Die grüne Nationalrätin und Ärztin Yvonne Gilli. (Archivbild)
Büttner-Meienberg/Pixsil
Ist skeptisch in Bezug auf ein flächendeckendes Werbeverbot: CVP-Nationalrätin und Gesundheitspolitikerin Ruth Humbel. (Archivbild)
Ist skeptisch in Bezug auf ein flächendeckendes Werbeverbot: CVP-Nationalrätin und Gesundheitspolitikerin Ruth Humbel. (Archivbild)
Büttner-Meienberg/Pixsil
Drehtabak, Schnapsflasche und Feuerzeug eines Besuchers des Heitere Open Air in Zofingen, Schweiz, aufgenommen am 8. August 2008. (KEYSTONE/Gaetan Bally)
Drehtabak, Schnapsflasche und Feuerzeug eines Besuchers des Heitere Open Air in Zofingen, Schweiz, aufgenommen am 8. August 2008. (KEYSTONE/Gaetan Bally)
Gaetan Bally, Keystone
Zigarettenwerbung der Marken Kent, links, und Parisienne, rechts, in Zuerich am 27. Maerz 2007. (KEYSTONE/Gaetan Bally) Advertisment for cigarettes of the brands Kent, left, and Parisienne, right, in Zurich, Switzerland, pictured on March 27, 2007. (KEYSTONE/Gaetan Bally) === SAT ===
Zigarettenwerbung der Marken Kent, links, und Parisienne, rechts, in Zuerich am 27. Maerz 2007. (KEYSTONE/Gaetan Bally) Advertisment for cigarettes of the brands Kent, left, and Parisienne, right, in Zurich, Switzerland, pictured on March 27, 2007. (KEYSTONE/Gaetan Bally) === SAT ===
Gaetan Bally, Keystone
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Tabak soll von Plakaten sowie aus Zeitungen, Zeitschriften und Kinos verbannt werden: Der Bund plant ein umfassendes Werbeverbot für Zigaretten. Einzig Grossanlässe wie Open Airs oder Sportveranstaltungen sollen von der Einschränkung ausgenommen bleiben. Dieser Entwurf für ein neues Tabakgesetz befindet sich derzeit in der Ämterkonsultation. Ab Mai können dann Parteien und Verbände in der Vernehmlassung Stellung zum Vorschlag des Bundesamts für Gesundheit (BAG) beziehen. Doch bereits jetzt zeichnet sich ab: Die Pläne haben politisch kaum Chancen. Sogar Befürworter eines rigorosen Werbeverbots zeigen sich pessimistisch: «Im Parlament wird das Gesetz kaum durchkommen. In den letzten Jahren war keine Verschärfung im Bereich der Rauchprävention mehrheitsfähig – die Tabakindustrie lobbyiert zu stark», sagt die grüne Nationalrätin Yvonne Gilli gegenüber Redaktion Tamedia.

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