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Die Suva ist das falsche Vorbild

Die Initianten der Einheitskasse erhoffen sich vom Wegfall des Kassenwettbewerbs tiefere Verwaltungskosten. Dass sie allerdings mit dem Beispiel der Suva werben, erscheint fragwürdig.

Die umstrittene Frage: Wie stark sinken die Gesundheitskosten mit einer Einheitskasse? Foto: Christian Beutler (Keystone)
Die umstrittene Frage: Wie stark sinken die Gesundheitskosten mit einer Einheitskasse? Foto: Christian Beutler (Keystone)

Die Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva) dient den Initianten der Einheitskasse als Vorbild. Die Suva, die für die Industriebranche und das Bau­gewerbe ein gesetzliches Monopol hat, könne sich um die gute und effiziente Behandlung der Patienten kümmern, statt sich wie die Krankenkassen einen teuren «Pseudowettbewerb» mit Konkurrenten zu liefern. Mit einer öffentlichen Krankenkasse liessen sich pro Jahr 300 bis 350 Millionen Franken sparen, sagt SP-Vizepräsidentin Jacqueline Fehr. Das entspricht einem Viertel der Verwaltungskosten, die die rund 60 Krankenkassen heute für die Grundversicherung aufwenden. Insgesamt belaufen sich die Verwaltungskosten der Krankenkassen auf 1,24 Milliarden oder rund 5,5 Prozent der Nettoprämien (2012).

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