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«Die Schweiz hat sich mit allen verkracht»

Martin Naville, Geschäftsleiter der Schweizerisch-Amerikanischen Handelskammer, sagt, wie die Schweiz im Steuerstreit mit den USA vorgehen müsste und warum er die Datenlieferung für richtig hält.

«Die Schweiz ist sehr zögerlich vorgegangen»: Martin Naville, Geschäftsführer der Schweizerisch-Amerikanischen Handelskammer.
«Die Schweiz ist sehr zögerlich vorgegangen»: Martin Naville, Geschäftsführer der Schweizerisch-Amerikanischen Handelskammer.
Keystone

Herr Naville, Eveline Widmer-Schlumpf will laut Finanzdepartement Bankdaten in die USA liefern. Ein Kniefall?

Zunächst etwas zu den Fakten: Die Rede ist von Dokumenten, welche die Amerikaner erst dann öffnen könnten, wenn die Verhandlungen erfolgreich abgeschlossen sind. Die Schweiz würde unlesbare Daten liefern, vom System her ist das wie bei einem gesperrten Konto. Es ist kein Kniefall, auch kein Schleusenöffnen. Ich würde diesen Schritt positiv bewerten, er ist vielleicht eine notwendige Geste in einem Give-and-Take-Verhältnis und trägt zur Konsensbildung bei. Kritiker sagen, die Amerikaner könnten die Daten vorzeitig entschlüsseln. Dabei haben wir in der Schweiz die meisten Verschlüsselungsprogramme erfunden. Wenn wir diese Daten nicht richtig verschlüsseln können, verstehe ich die Welt nicht mehr.

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