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Die Mühe der Bundesanwaltschaft mit dem Wettbetrug im Fussball

Abgehörte Telefonate, ein Kronzeuge, der auspackt, geständige Beschuldigte – eigentlich ist der Fussball-Wettskandal ein eindeutiger Straffall. Aber es fehlt der Straftatbestand für Sportbetrug.

Niemand kann ernsthaft bestreiten, dass ein Dutzend Challenge-League-Partien getürkt waren. Vermutlich waren es mehr: Der FC St. Gallen und FC Wil müssen sich vor Gericht verantworten. (Archivbild: Pa Modou Jagne, im Wettskandal nicht verwickelt)
Niemand kann ernsthaft bestreiten, dass ein Dutzend Challenge-League-Partien getürkt waren. Vermutlich waren es mehr: Der FC St. Gallen und FC Wil müssen sich vor Gericht verantworten. (Archivbild: Pa Modou Jagne, im Wettskandal nicht verwickelt)
Keystone

Manchmal läuft es dumm für jene, die ein Fussballspiel manipulieren wollen. So am 3. Mai 2009, als der FC Wil den FC St. Gallen empfängt. Bei Anpfiff ist alles aufgegleist. Ein Mittelsmann einer Wettbetrügerbande hat mit dem Wiler Mittelfeldspieler Anto Franjic abgesprochen, dass Wil mit zwei Toren Unterschied verliert. Zudem soll der Gastgeber in der zweiten Halbzeit zwei Treffer kassieren. Blöd nur, dass der Wiler Trainer nicht eingeweiht ist: In der Pause wechselt er Franjic aus. Das Spiel endet 1:1. Die Wettmafia verliert mindestens 17'000 Euro, die sie auf die vermeintlich sichere Niederlage Wils gesetzt hat.

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