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Die Legende vom bösen Land

Nach dem 9. Februar: Wer hat die Personenfreizügigkeit aufgegeben – und warum? Ein Kommentar.

In den verwunschenen Tälern, in den verfluchten Schluchten. Leben hier die Fremdenfeinde? (Abenddämmerung in der konservativen Schweiz.)
In den verwunschenen Tälern, in den verfluchten Schluchten. Leben hier die Fremdenfeinde? (Abenddämmerung in der konservativen Schweiz.)
Keystone

Bei der Analyse der Abstimmung über die Masseneinwanderungs-Initiative bildete sich unter Journalisten und linken Politikern nach dem ersten Schock bald ein wohliger Konsens heraus: Wir – natürlich dynamischen, sicher auch intelligenteren – Städter wurden von den schwerfälligen Folkloristen in den Bergen überstimmt. Das ist grotesk, lautete die Erkenntnis, und beweist, dass es sich bei der Skepsis gegen Immigration um eine Wahnvorstellung handeln muss. Denn ausgerechnet jene Gebiete, die am meisten von der Zuwanderung betroffen sind, die Ballungszentren, haben die Initiative der SVP abgelehnt, während die Regionen in den Bergen und Tälern, wo sich ein paar wenige Ausländer verlieren, zugestimmt haben.

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