Zum Hauptinhalt springen

Die Klägerin war bereits tot

Eine betagte Frau wollte Suizid begehen, bekam aber das Sterbemittel nicht. Sie klagte beim Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte. Dann nahm die Geschichte ihren eigenen Weg.

Die damals 78-Jährige wollte sich das Leben nehmen: Das wurde ihr verwehrt – vorerst.
Die damals 78-Jährige wollte sich das Leben nehmen: Das wurde ihr verwehrt – vorerst.
Keystone

Die unerwartete Wende in einem pendenten Rechtsstreit kommt der Schweiz gelegen – und stellt die Richter am Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) vor ein Dilemma. Es handelt sich um den Fall einer Frau, die sich das Leben nehmen wollte, der aber das Sterbemittel Natrium-Pentobarbital nicht ausgehändigt wurde. Sie hatte keine schwere Krankheit, sondern wollte mit einem Suizid dem altersbedingten körperlichen und geistigen Zerfall entgehen. Die Sterbehilfeorganisation Exit verweigerte ihr die Suizidbeihilfe.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.