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Die Kampfjet-Allianz bröckelt

Den Befürwortern neuer Flugzeuge bläst ein rauer Wind entgegen: Bürgerliche Politiker, die vor kurzem noch neue Kampfjets verlangt haben, schwenken plötzlich um. Neue Szenarien werden geprüft.

Teure Nachrüstung: Vier FA-18 Kampfjets der Schweizer Luftwaffe.
Teure Nachrüstung: Vier FA-18 Kampfjets der Schweizer Luftwaffe.
EQ Images, Keystone

Der vom Parlament beschlossene rasche Kauf von neuen Kampfjets ist nicht in Stein gemeisselt. Am Rande einer Pressekonferenz betonte Verkehrsministerin Doris Leuthard am Mittwoch, dass es sich erst um einen «Prüfauftrag» handele. Und sie kündigte an, dass der Bundesrat auch «Alternativen» zum Parlamentsentscheid aufzeigen werde. Wie diese Alternativen aussehen, führte sie nicht weiter aus. Ein wahrscheinliches Szenario: Die Regierung kommt auf ihren ursprünglichen Zeitplan zurück, der einen Flugzeugkauf erst um das Jahr 2020 vorsieht. Bis dahin wäre genügend Zeit, um einen speziellen Fonds zu öffnen, damit die Milliarden nicht aus dem ordentlichen Budget entnommen werden müssten. Ansonsten drohe ein Sparprogramm, sagte Leuthard. Und wenn man entscheiden müsse, etwa beim Verkehr zu sparen, dann wünsche sie dem Parlament «viel Glück».

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