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«Die Historiker der Universitäten verweigern sich der Diskussion»

Der Wirtschaftshistoriker Tobias Straumann spricht über Bildungslücken der Studenten, die Bedeutung der Schweizer Geschichte und die Weltfremdheit der Professoren.

«Wichtige Vorreiter der direkten Demokratie.»Albert Weltis (1862–1912) Gemälde zeigt eine Landsgemeinde aus dem 18.Jahrhundert in Stans, mit der Landschaft um Sarnen. Das Werk ziert die Südwand des Ständeratssaals.
«Wichtige Vorreiter der direkten Demokratie.»Albert Weltis (1862–1912) Gemälde zeigt eine Landsgemeinde aus dem 18.Jahrhundert in Stans, mit der Landschaft um Sarnen. Das Werk ziert die Südwand des Ständeratssaals.
Die Landsgemeinde, Eigentum der Schweizerischen Eidgenossenschaft

BaZ: Herr Straumann, um die Geschichte der Schweiz wird gestritten. Die Weltwoche startete eine Debatte, wonach an der Uni nicht mehr wirklich Schweizer Geschichte unterrichtet wird. Nun folgte der Entscheid der Universität Zürich, die Geschichte der Schweiz als Nebenfach ganz abzuschaffen. Wie steht es um die Schweizer Geschichte an der Uni?

Tobias Straumann: Ich finde schon lange, dass wir streiten müssen. Ich stelle fest, dass viele meiner Kollegen einen tief sitzenden Groll gegenüber der bürgerlichen Schweiz und ihrem Geschichtsbild haben. Ich kann das je länger, je weniger nachvollziehen. Der akademische Diskurs kommt mir bisweilen als zutiefst provinziell vor.

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