Zum Hauptinhalt springen

Die drei Eckpunkte des Steuerdeals

Noch diesen Monat soll ein Steuerabkommen zwischen der Schweiz und Deutschland stehen. Laut deutschen Medien besteht Klarheit bei den drei Eckwerten des Steuerdeals.

Die Finanzminister von Deutschland und Schweiz, Wolfgang Schäuble und Hans-Rudolf Merz, sind einer Lösung für das Problem unversteuerter deutscher Vermögen in der Schweiz nahe.
Die Finanzminister von Deutschland und Schweiz, Wolfgang Schäuble und Hans-Rudolf Merz, sind einer Lösung für das Problem unversteuerter deutscher Vermögen in der Schweiz nahe.
Keystone
Laut deutschen Schätzungen betragen die unversteuerten Vermögen auf dem Schweizer Finanzplatz - hier der Zürcher Paradeplatz - mehr als 150 Milliarden Franken.
Laut deutschen Schätzungen betragen die unversteuerten Vermögen auf dem Schweizer Finanzplatz - hier der Zürcher Paradeplatz - mehr als 150 Milliarden Franken.
Keystone
Finanzminister Hans-Rudolf Merz wird sich mit dem Steuerabkommen mit Deutschland aus dem Bundesrat verabschieden.
Finanzminister Hans-Rudolf Merz wird sich mit dem Steuerabkommen mit Deutschland aus dem Bundesrat verabschieden.
Keystone
1 / 4

Während Monaten hatte der Streit um deutsche Steuersünder, Schwarzgeld auf Schweizer Bankkonten und gestohlene Steuer-CDs die Beziehungen zwischen der Schweiz und Deutschland belastet. Zuletzt deutete sich aber eine Normalisierung an, weil das neue Steuerabkommen auf gutem Weg ist. Dabei geht es vor allem darum, die Legalisierung der in der Schweiz liegenden Schwarzgelder zu regeln.

Gemäss deutschen Medienberichten haben sich die Schweiz und Deutschland auf drei Eckpunkte geeinigt: Das Abkommen beinhaltet eine Abgeltungsteuer für deutsche Vermögen in der Schweiz und Amtshilfe bei Steuerhinterziehung, zudem sollen Schweizer Finanzdienstleister leichteren Zutritt zum deutschen Markt erhalten.

Abgeltungsteuer ohne Namen der Kontoinhaber

Gemäss einem Bericht der «Financial Times Deutschland» soll die Einigung so aussehen, dass die Schweiz nicht die Namen der Kontoinhaber übermittelt, aber künftig bei neuen Konten eine Abgeltungsteuer von 35 Prozent erhebt und an Deutschland abführt. Auch Deutsche, die bereits ein Schweizer Bankkonto haben, werden zur Kasse gebeten: Bei Altvermögen sollen für zehn Jahre rückwirkend der Vermögenszuwachs errechnet und ebenfalls 35 Prozent abgeführt werden.

Ausserdem gehört zur Einigung, dass der Schweizer Finanzminister Hans-Rudolf Merz das bereits paraphierte Doppelbesteuerungsabkommen unterzeichnet, das es den deutschen Behörden künftig erlauben wird, bei Verdacht auf Steuerhinterziehung Kundendaten zu verlangen. Mit der Einigung, die laut dem Finanzministerium in Berlin für «Transparenz und effektiven Auskunftsaustausch» sorgt, soll auch der Handel mit Steuer-CDs, die Informationen von Schweizer Banken enthalten, gestoppt werden. Über die Details der Verhandlungen haben beide Parteien Stillschweigen vereinbart.

Deutschland hofft auf 30 Milliarden Euro aus Schweiz

Dank des Steuerabkommens mit der Schweiz kann der deutsche Fiskus auf sehr viel Geld hoffen, wie die «Frankfurter Allgemeine Zeitung» (FAZ) berichtet. Die nachträgliche Besteuerung von verdeckten Vermögen könnte im nächsten Jahr zu einem einmaligen Geldzufluss von bis zu 30 Milliarden Euro führen.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch