Zum Hauptinhalt springen

Die Drahtzieher im Bundeshaus

246 Parlamentarier wählen den Bundesrat. Doch nur einige wenige haben die Wahl vorgespurt.

Ohne CVP, keine Wiederwahl von Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf: CVP-Präsident Christophe Darbellay am Schweizer Fernsehen. (23. Oktober 2011)
Ohne CVP, keine Wiederwahl von Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf: CVP-Präsident Christophe Darbellay am Schweizer Fernsehen. (23. Oktober 2011)
Keystone
Die Bundesrätin mischt selber im Machtpoker mit: Eveline Widmer-Schlumpf (links), hier im Gespräch mit einem weiteren Drahtzieher, SP-Nationalrat Andreas Gross. (14. Juni 2011)
Die Bundesrätin mischt selber im Machtpoker mit: Eveline Widmer-Schlumpf (links), hier im Gespräch mit einem weiteren Drahtzieher, SP-Nationalrat Andreas Gross. (14. Juni 2011)
Keystone
Und zu guter Letzt: Der Aargauer FDP-Nationalrat Philipp Müller.
Und zu guter Letzt: Der Aargauer FDP-Nationalrat Philipp Müller.
Keystone
1 / 5

Es ist kurz nach neun Uhr am Dienstagmorgen, als SVP-Stratege Christoph Blocher zum Handy greift und sich ins Zimmer 6 im dunklen Erdgeschoss des Bundeshauses zurückzieht. Er hat soeben erfahren, dass die «Weltwoche» kurz darauf über eine Erbschaftsaffäre seines Spitzenkandidaten für den Bundesrat, Bruno Zuppiger, berichten wird. Trotzdem entscheidet Blocher an diesem Morgen, an Zuppiger festzuhalten: ein Fehlentscheid, zu dem die Fraktion nichts zu sagen hat. Auch wenn es bei den meisten Bundesratskandidaturen nicht um dunkle Flecken in der Biografie geht, zeigt der Fall Zuppiger vor allem eines: Die wichtigen Entscheide, die über Sein oder Nichtsein eines Kandidaten und damit eines Bundesrats entscheiden, fallen in allen Parteien im kleinen Kreis. Was der Fall Zuppiger ebenfalls verdeutlicht: In der SVP kommt noch immer niemand an Chefstratege Christoph Blocher vorbei. Er bildet gemeinsam mit Fraktionschef Caspar Baader und Parteipräsident Toni Brunner das Politbüro der grössten Schweizer Partei.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.