Die Bündner sind die Teuersten

35 Milliarden Franken verteilte der Bund im letzten Jahr an Subventionen. Pro Kopf gerechnet, sind unter den Kantonen die Bündner die grössten Nutzniesser.

Geht es um die Verteilung der Milliardensubventionen des Bundes, steht der Kanton Graubünden zuvorderst in der Reihe. Dies zeigt gemäss der «NZZ am Sonntag» eine Statistik, in welcher die Eidgenössische Finanzverwaltung die finanziellen Transfers zwischen Bund und Kantonen aufgeschlüsselt hat.

Demnach erhielt der Kanton im Jahr 2011 Bundesbeiträge in der Höhe von 3183 Franken pro Kopf seiner Bevölkerung, wobei in diese Rechnung nur jene Subventionen einfliessen, die sich direkt einem Kanton zuordnen lassen. Das Bündnerland liegt damit weit vor den nächsten Bezügern, Uri mit 2659 Franken und Jura mit 2562 Franken pro Kopf.

Gegenüber der «NZZ am Sonnntag» gibt die Bündner Finanzdirektorin Barbara Janom allerdings zu bedenken, dass Graubünden einen Sechstel der Landfläche bedecke, dies mit nur knapp 200'000 Einwohnern. Da sei es nichts als logisch, dass der Pro-Kopf-Betrag hoch ausfalle, zumal der Kanton viel Agrarland und teure Verkehrsinfrastrukturen aufweise.

Günstige Aargauer

Am Ende der Liste steht laut der «NZZ am Sonntag» der Kanton Aargau, dessen Bewohner sich in dieser Rechnung rühmen dürfen, die günstigsten Schweizer zu sein. Auf sie entfallen im Durchschnitt Subventionen von 817 Franken pro Jahr. Unter der Schwelle von 1000 Franken liegen auch das Baselbiet, Zug, Zürich und Solothurn.

Die Berner, im Streit um den nationalen Finanzausgleich vielfach als grösste Profiteure freundeidgenössischer Solidarität kritisiert, müssen sich bezüglich der Verteilung von Bundesbeiträgen nicht speziell rechtfertigen. Sie liegen, gemessen an den Pro-Kopf-Einnahmen, auf Rang 8.

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