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Die Alten werden diskriminiert

Es gibt Stimmen, die das Wahlrecht der Senioren einschränken wollen, «weil die Alten den Jungen die Zukunft stehlen». Das eigentlich Problem ist jedoch bei der jüngeren Generation zu suchen.

Zu alt zum wählen? Solche Aussagen sind dreist.
Zu alt zum wählen? Solche Aussagen sind dreist.

Es war eine bemerkenswerte Äusserung des UNO-Hochkommissariats für Menschenrechte zum Ausgang des EU-Referendums in Grossbritannien. Die in Genf ansässige UNO-­Organisation sah sich wenige Tage nach der Abstimmung genötigt, in einer Pressemitteilung davor zu warnen, das Ergebnis für altersdiskriminierende Attacken gegen Senioren zu missbrauchen. «Wir haben beobachtet», schreibt die UNO, «wie eine beachtliche Zahl von europäischen Tageszeitungen und in Social-Media-Kanälen ältere Personen zu ­Sündenböcken für das Ergebnis der Abstimmung gemacht werden, verbunden mit dem Ruf, das Wahlrecht für ‹Grey Voters› einzuschränken.» ­Hintergrund der UNO-Mitteilung war die gegenüber den 18- bis 24-Jährigen signifikant höhere Stimmbeteiligung der 60plus-Jährigen. Die stimmten mehrheitlich für einen Austritt. Woraus der Vorwurf abgeleitet wurde, die Alten hätten den Jungen die Zukunft gestohlen.

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