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Der Zahlensalat um die Jihadisten

Der Nachrichtendienst des Bundes will mit diffusen Bedrohungsszenarien zum grossen Lauschangriff blasen. Nur: Die Statistiken lassen Zweifel an der tatsächlichen Gefahr aufkommen.

Hubert Mooser, Bern
Gemäss dem Nachrichtendienst bergen Reisen in Jihadgebiete ein Risiko für Radikalisierungen: ein Mitglied einer syrischen Islamistengruppe bespricht sich mit seinen Verbündeten. (17. Mai 2014)
Gemäss dem Nachrichtendienst bergen Reisen in Jihadgebiete ein Risiko für Radikalisierungen: ein Mitglied einer syrischen Islamistengruppe bespricht sich mit seinen Verbündeten. (17. Mai 2014)
Hamid Khatib, Reuters

Die Werbebeilage im «Tages-Anzeiger» vom 2. Juni zum Thema Sicherheit machte auf den ersten Blick einen sachlichen Eindruck – bis auf die übergrosse Inszenierung von Markus Seiler, dem Chef des Nachrichtendienstes des Bundes (NDB) auf der Frontseite. In der Mitte des Blattes warnt Seiler in einem doppelseitigen Interview: «Das Internet ist ein idealer Ort, um Menschen zu radikalisieren. Die Radikalisierung, etwa durch terroristische Organisationen, findet quasi daheim statt.» Und: Die Schweiz müsse sich hinterfragen.

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