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Der Hanfpionier mit Hungerstreik-Erfahrung

Bernard Rappaz hungert seit 46 Tagen, um seine Haftstrafe zu umgehen. Es ist nicht das erste Mal. Seit Jahren liefert sich der Schweizer Hanf-Aktivist einen Schlagabtausch mit der Walliser Justiz.

Bernard Rappaz befand sich wochenlang im Hungerstreik. Der Hanfbauer im Juli 2010 nach seiner kurzzeitigen Haftentlassung.
Bernard Rappaz befand sich wochenlang im Hungerstreik. Der Hanfbauer im Juli 2010 nach seiner kurzzeitigen Haftentlassung.
Keystone
Lehnen Walliser Anordnung ab: Doktor Hans Wolf (linkst), Genfer Spitaldirektor Bernard Bruson (Mitte) und Anwalt Michel Halperin (rechts) erklären sich vor den Medien legen Beschwerde vor Bundesgericht ein.
Lehnen Walliser Anordnung ab: Doktor Hans Wolf (linkst), Genfer Spitaldirektor Bernard Bruson (Mitte) und Anwalt Michel Halperin (rechts) erklären sich vor den Medien legen Beschwerde vor Bundesgericht ein.
Keystone
Harter Schlag: Im August 2008 wird Rappaz zu fünf Jahren und acht Monaten Gefängnis verurteilt. Der Widerstand geht weiter.
Harter Schlag: Im August 2008 wird Rappaz zu fünf Jahren und acht Monaten Gefängnis verurteilt. Der Widerstand geht weiter.
Keystone
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Er will nicht essen. Bernhard Rappaz, 57 Jahre alt, sitzt in der Gefangenenabteilung des Genfer Uni-Spitals. Fünf Jahre und acht Monate müsste er verbüssen, weil er gegen das Betäubungsmittelgesetz und andere Paragraphen verstossen hat. Doch er wehrt sich, mit allen Mitteln.

Rappaz ist Hanfbauer aus Leidenschaft. Einer, der sich durch Gegendruck nur noch mehr angestachelt fühlt. Seit seiner Volljährigkeit beschäftigt Rappaz immer wieder die Walliser Justiz. Er wurde schon mehrfach verhaftet – und musste bereits zweimal wieder entlassen werden, weil er in Hungerstreik trat. 1996 kam er in Untersuchungshaft, weil er Hanfkissen verkauft hatte. 42 Tage lang weigerte sich Rappaz zu essen und erwirkte damit seine Haftentlassung. Fünf Jahre später wird er wieder verhaftet, tritt wieder in Hungerstreik, diesmal 56 Tage. Er wird ins Spital überwiesen und nach insgesamt 73 Tagen freigelassen.

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