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Der Gripen oder gleich die ganze Armee?

Satte 62 Prozent wollen laut Umfrage keinen neuen Kampfjet. VBS-Chef Ueli Maurer lächelt das schlechte Ergebnis weg. Was ihn so sicher macht.

Die Auslieferung an die schwedische Luftwaffe verzögert sich weiter: Der Gripen E bei einer Präsentation in Schweden.
Die Auslieferung an die schwedische Luftwaffe verzögert sich weiter: Der Gripen E bei einer Präsentation in Schweden.
Keystone
Für Saab ist das Schweizer Nein zum Gripen ein herber Schlag: Ein Mitarbeiter des Konzerns arbeitet in Linköping an einem Gripen.
Für Saab ist das Schweizer Nein zum Gripen ein herber Schlag: Ein Mitarbeiter des Konzerns arbeitet in Linköping an einem Gripen.
Keystone
«Nein zu den Kampfjet-Milliarden»: Aktivisten aus dem rot-grünen und liberalen Lager reichen das Referendum mit rund 100'000 Unterschriften gegen die Beschaffung des Kampfflugzeugs Gripen ein. (14. Januar 2014)
«Nein zu den Kampfjet-Milliarden»: Aktivisten aus dem rot-grünen und liberalen Lager reichen das Referendum mit rund 100'000 Unterschriften gegen die Beschaffung des Kampfflugzeugs Gripen ein. (14. Januar 2014)
Lukas Lehmann, Keystone
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Der Ort historisch, die Abstimmung nordkoreanisch: An ihrer Delegiertenversammlung in Murten fasste die Schweizerische Offiziersgesellschaft am Samstag einstimmig die Ja-Parole zur Gripen-Abstimmung vom 18. Mai. Beobachtet wurde die Abstimmung von Verteidigungsminister Ueli Maurer und seiner Amtskollegin aus Schweden, Karin Enström, die für zwei Tage zu Besuch in der Schweiz war. Maurer präsentierte Enström unter anderem neun Soldaten in historischer Uniform, die den Sieg der alten Eidgenossen gegen Karl den Kühnen von 1476 nachspielten. Und genau da, zwischen historischer Erhabenheit und einstimmiger Offiziersparole, erreichte Maurer die schlechte Kunde: Bei einer repräsentativen Umfrage des «SonntagsBlicks» lehnen 62 Prozent der Befragten den Gripen ab. Besonders bei SP-Wählern, Frauen und jungen Menschen kommt das neue Flugzeug ganz schlecht weg.

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