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Der Fehler im System

Ein ehemaliger Spitzenbeamter erklärt, warum sich der Bund bei der Unternehmenssteuerreform II derart verkalkuliert hat.

Das war äusserst knapp: Die Vorlage wurde 2008 vom Volk mit 50,5 Prozent angenommen.
Das war äusserst knapp: Die Vorlage wurde 2008 vom Volk mit 50,5 Prozent angenommen.
Keystone

Hört man den Politikern dieser Tage zu, wenn sie über die missratene Steuerreform und die zu erwartenden und noch nicht näher abschätzbaren Milliardenausfälle reden, dann denkt man: Eigentlich haben es die schon immer gewusst. «Die meisten dieser Politiker waren damals in der zuständigen Kommission und sagten dazu nichts. Oft fehlte es ihnen an erforderlichem Verständnis und Augenmass.» Vor uns sitzt ein ehemaliger Beamter des Finanzministeriums, in Ehren ergraut, in Anstand verabschiedet. Er, der anonym bleiben will, sitzt nicht hier, um anzuklagen. Er sitzt hier, um ein wenig Licht in den Komplex «Unternehmenssteuerreform» zu bringen. Er erzählt eine Geschichte von falschen Prioritäten, von Zeitmangel und von Komplexität.

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