Der Bund will sechsspurige Autobahnen

Das Schweizer Autobahnnetz soll massiv ausgebaut werden. Das zumindest sieht eine «Langfristperspektive» des Bundesrates vor.

Bundesrätliche Visionen: Die A1 bei Unterengstringen ZH ist bereits sechsspurig. (Archivbild)

Bundesrätliche Visionen: Die A1 bei Unterengstringen ZH ist bereits sechsspurig. (Archivbild)

(Bild: Keystone Gaetan Bally)

Der Bundesrat will das Schweizer Autobahnnetz ausbauen – und zwar massiv. Laut der «NZZ am Sonntag» zielt eine neue «Langfristperspektive Nationalstrassen» auf eine markante Steigerung der Strassenkapazität. Laut dem Konzept sollen die Autobahnen in und zwischen den Grossstädten auf mindestens drei Spuren pro Fahrtrichtung ausgebaut werden. Auch neue Strecken plant der Bund laut der Zeitung.

Bestehende Autobahnen um Genf, Lausanne oder Basel sollen zu einem Ringsystem erweitert werden. Zwischen den Grossräumen Bern und Luzern sowie um Zürich sollen laut der «NZZ am Sonntag» neue Autobahnabschnitte gebaut werden.

«Ein Rückfall in die 1970er Jahre»

Dieses Konzept sorgt für heftige Kontroversen. «Das ist das grösste Autobahn-Ausbauprogramm der Geschichte, ein Rückfall in die 1970er Jahre, als man ohne Rücksicht auf Luft- und Lärmbelastung Strassen baute», sagte Grünen-Präsidentin Regula Rytz der Zeitung.

Bürgerliche Verkehrspolitiker sind jedoch von der bundesrätlichen Vision begeistert: «Ich kann diese Perspektiven nur befürworten, weil es das Ziel sein muss, das Nationalstrassennetz leistungsfähig zu erhalten», sagt Thierry Burkart, FDP-Nationalrat und Vizepräsident des TCS der «NZZ am Sonntag».

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