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Den Schulen laufen die Lehrer davon

Wie eine Studie zeigt, quittieren viele Lehrer bereits im ersten Schuljahr ihren Dienst. Dem Dachverband gibt vor allem die hohe Zahl der jungen Aussteiger zu denken.

«Der Lehrerberuf ist traditionell ein «Aussteiger-Beruf»»: Ein Chemielehrer in Zürich. (Archivbild)
«Der Lehrerberuf ist traditionell ein «Aussteiger-Beruf»»: Ein Chemielehrer in Zürich. (Archivbild)
Keystone

Bereits im ersten Berufsjahr quittiert jeder sechste Lehrer den Schuldienst, nach fünf Jahren ist schon fast die Hälfte weg. Diese Zahlen hat das Bundesamtes für Statistik berechnet, wie die «NZZ am Sonntag» schreibt. Ob diese Personen beabsichtigen, später wieder einzusteigen, geht aus der Studie nicht hervor.

«Zu denken gibt mir vor allem die hohe Zahl der jungen Lehrpersonen, die bereits im ersten Berufsjahr wieder aussteigen», sagt Beat Zemp, Präsident des Lehrerdachverbandes Schweiz in der «NZZ am Sonntag». Es gelte nun, die jungen Lehrer besser zu begleiten – etwa durch erfahrene Berufsleute, die eine Ausbildung zum Berufseinstiegs-Coach durchlaufen und genügend Zeit hätten, die Einsteiger zu betreuen.

«In allen Berufen ist es Realität»

Der Lehrerberuf sei eben traditionell ein «Aussteiger-Beruf», findet hingegen Christian Amsler, Präsident der der Deutschschweizer Erziehungsdirektoren-Konferenz. Und Johannes Flury, Präsident der Konferenz der Pädagogischen Hochschulen, relativiert die hohen Austrittsquoten.

«In allen Berufen ist es Realität, dass man in den ersten Jahren nach Berufseinstieg häufiger wechselt als früher», findet Flury. Ausserdem sei die Austrittsquote in «weiblich bestimmten Berufen» wie dem Lehrerberuf, bekanntlich höher.

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