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Das Wasser wird knapp

Aufgrund der langen Hitzewelle sinken die Pegel der Fliessgewässer. Erste Kantone reagieren jetzt mit Verboten und Aufrufen.

Sinkende Pegel: Im Moment herrscht in vielen Gewässern ein tiefer Wasserstand.
Sinkende Pegel: Im Moment herrscht in vielen Gewässern ein tiefer Wasserstand.
Keystone

Die andauernde, starke Hitze hat die Pegelstände der Fliessgewässer stark zurückgehen lassen. Deshalb haben erste Kantone ein Wasserentnahmeverbot für einen Teil ihrer Flüsse und Bäche in Aussicht gestellt.

Besorgniserregende Situation im Kanton Freiburg

Reagiert hat vor allem der Kanton Freiburg. Die Behörden verbieten ab kommenden Sonntag die Entnahme von Wasser aus sämtlichen Gewässern mit Ausnahme der Saane, des Broyekanals, des Grand Canals sowie des Schiffenen-, Murten- und Neuenburgersees. Die Situation in verschiedenen Freiburger Gewässern sei besorgniserregend, teilte das kantonale Tiefbauamt am Montag mit.

Besonders betroffen sind die Arbogne, die Petite Glâne und die Bibere. Der Abfluss sei dort in den letzten zehn Tagen mehrmals unter den gesetzlichen Schwellenwert gefallen. Die geringen Abflussmengen und die hohen Wassertemperaturen bedrohten die Wasserfauna stark, hiess es weiter.

Auch Berner Seite ist betroffen

Weil sich die Bibere durchs freiburgisch-bernische Grenzgebiet schlängelt, gilt das Wasserentnahmeverbot ab nächsten Sonntag auch auf Berner Seite. Das hat der Kanton Bern aufgrund des tiefen Wasserstands in Absprache mit den Freiburger Behörden beschlossen.

Die anderen für die landwirtschaftliche Bewässerung genutzten bernischen Bäche und Flüsse führten hingegen noch genügend Wasser, wie die kantonale Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion (BVE) am Montag mitteilte. Aus diesen Gewässern können Bauern also weiterhin Wasser entnehmen.

Andere Kantone warten ab

Auch andere Kantone warten mit Verboten noch zu. Im Kanton Basel-Landschaft könne die Lage bei weiterhin grosser Hitze und ausbleibenden Niederschlägen innert ein paar Tagen heikler werden, heisst es auf Anfrage.

Bislang habe es erstaunlich wenige Gesuche für eine Wasserentnahme aus Gewässern gegeben, die Wasserstände seien noch gut, sagte Felix Renner, Abteilungsleiter Gewässer im Bau-, Umwelt- und Wirtschaftsdepartement des Kantons Luzern. Renner führt dies darauf zurück, dass es rund um den Pilatus immer wieder Mal ein Gewitter gegeben hat.

Im Tessin erste Aufrufe an die Bevölkerung

Auch in den Kantonen Graubünden, Glarus und Tessin ist die Trockenheit derzeit noch kein Thema. Erste Massnahmen im Tessin sind jeweils Aufrufe der Gemeinden an die Bevölkerung, sparsam mit dem Wasser umzugehen. Dies ist aber bisher noch nicht geschehen. Ein Verbot der Wasserentnahme aus Oberflächengewässern kennt man im Tessin allerdings nicht.

Gemäss dem hydrologischen Bulletin des Bundesamts für Umwelt (Bafu) führt die anhaltende trockene Witterung auch in den nächsten Tagen zu einer eher abnehmenden Wasserführung in den Fliessgewässern. In den durch Gletscherschmelze beeinflussten Gebieten dürften sich hingegen die Abflüsse stabilisieren oder sogar leicht zunehmen.

SDA/cra

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