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Das Waffenverbot soll auch für Afrikaner gelten

Bundesrätin Simonetta Sommaruga erwägt, den Sonderstatus für Ausländer auf neue Staaten auszudehnen. Auf eine Anpassung der Liste drängen Politiker von links bis rechts.

Mit dem Waffenverbot für Ausländer reagierte der Bundesrat 1991 auf den Balkan-Konflikt: Zerstörung von Waffen aus dem Bosnienkrieg.
Mit dem Waffenverbot für Ausländer reagierte der Bundesrat 1991 auf den Balkan-Konflikt: Zerstörung von Waffen aus dem Bosnienkrieg.
Danilo Krstanovic, Reuters

Bosnier, Kroaten, Serben: Für sie alle gilt in der Schweiz eine Sonderregel. Seit 1991 dürfen sie und Staatsangehörige aus den anderen Ländern des ehemaligen Jugoslawien in der Schweiz weder Waffen tragen noch erwerben. Mit dieser Massnahme hatte der Bundesrat damals auf den Kriegsausbruch auf dem Balkan reagiert. Auch Albanien kam auf die Liste, weil dort wie im einstigen Jugoslawien der Waffenhandel florierte. Im Fall von Sri Lanka war der Grund der Bürgerkrieg zwischen der Regierung und den Tamil Tigers, in der Türkei der Konflikt mit der Kurdischen Arbeiterpartei (PKK). Mit einem Verbot belegt wurden auch alle Staatsangehörigen aus Algerien, weil dort «Islamisten in grosser Anzahl Waffen gekauft» haben, wie das Bundesamt für Polizei (Fedpol) schreibt. 2008 verfeinerte das Parlament das Regime: Fortan war es den Menschen aus diesen Ländern in der Schweiz auch untersagt, Waffen zu besitzen und damit zu schiessen.

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