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Das «Nein» vom Bundesrat zu sechs Wochen Ferien

Der Gewerkschaftsdachverband Travail.Suisse verlangt mit der Initiative, dass der Ferienanspruch von vier auf sechs Wochen erhöht wird. In Bern hat man dafür kein Gehör.

Der Bundesrat empfiehlt die Initiative der Gewerkschaften für mehr Ferien ohne Gegenentwurf zur Ablehnung. Er hat am Freitag die Botschaft zuhanden des Parlaments verabschiedet. Der Gewerkschaftsdachverband Travail.Suisse verlangt mit der Initiative, dass der Ferienanspruch von vier auf sechs Wochen erhöht wird. Die Unterschriften hatte er letzten Sommer eingereicht.

Der Bundesrat nahm bereits im März dazu Stellung; am Freitag bekräftigte er sein Nein. Längere Ferien könnten den Spielraum für Lohnerhöhungen oder Arbeitszeitverkürzungen einschränken, schreibt das Justiz- und Polizeidepartement (EJPD).

Ein Anspruch auf mehr Ferien garantiere nicht, dass der Arbeitgeber zusätzliches Personal anstelle. Sehe er davon ab, bedeuteten längere Ferien auch längere Arbeitszeiten und zusätzlichen Stress. Die geltende Ferienregelung ermögliche den Sozialpartnern, massgeschneiderte Lösungen zu finden, argumentiert der Bundesrat.

Eine Frage der Gesundheit

Nach Ansicht der Initianten sind vier Wochen Ferien zu wenig. Die Gewerkschaften verweisen auf die gestiegende Arbeitsbelastung. Heute leide fast die Hälfte der Erwerbstätigen am Arbeitsplatz unter Stress, geben sie zu bedenken.

Dies habe unmittelbare Auswirkungen auf die Gesundheit und gefährde die Leistungsfähigkeit der Arbeitnehmenden. Mehr Ferien würden die Leistungsfähigkeit langfristig sichern, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf erleichtern und Personalabbau verhindern.

SDA

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