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Chaos bei Numerus clausus

Der Numerus clausus gilt als strenger Eignungstest für angehende Mediziner. Bei der diesjährigen Prüfung kam es zu Unregelmässigkeiten.

Mit einem Eignungstest wird selektioniert: Eine junge Frau in der Ausbildung in einem Praxislabor.
Mit einem Eignungstest wird selektioniert: Eine junge Frau in der Ausbildung in einem Praxislabor.
Keystone

Weil einige Fragen des Eignungstests für das Medizinstudium vor der Prüfung im Umlauf gewesen sind, wird der Test korrigiert. Die vorher bekannten Fragen werden nicht in die Bewertung einbezogen. Damit werden aus Sicht der Verantwortlichen wieder gleiche Bedingungen für alle Kandidierenden hergestellt.

Es handle sich um 14 von insgesamt 198 Fragen, wie die Schweizerische Universitätskonferenz (SUK), die Rektorenkonferenz der Schweizer Universitäten (CRUS) und das Zentrum für Testentwicklung der Universität Freiburg (ZTD) am Mittwoch mitteilten.

Der Ausschluss der 14 Fragen aus der Test-Bewertung sei die beste mögliche Lösung. Es sei nur eine Sicherheitsmassnahme, betonen die drei Stellen - es seien keine statistisch relevanten Auswirkungen der Vorkenntnisse einzelner Aufgaben auf die Testresultate 2014 nachgewiesen worden.

Die Massnahme sei auch nicht ungerecht für jene Kandidatinnen und Kandidaten, welche theoretisch auf der Basis sämtlicher 198 Fragen zum Medizinstudium zugelassen worden wären. Geeignete Kandidierende beantworteten üblicherweise alle Fragen richtig, nicht nur die vorher bekannten, heisst es in der Mitteilung.

Die drei Stellen sahen auch davon ab, den Eignungstest zu wiederholen, alle Kandidieren zum Studium zuzulassen oder andere Zulassungskriterien zu verwenden.

Fragen wurden vermutlich gestohlen

Insgesamt haben somit 3173 Personen den Eignungstest für das Medizinstudium (EMS) bestanden. Er wird für das Medizinstudium an den Universitäten Basel, Bern, Zürich und Freiburg eingesetzt.

Auf die Unregelmässigkeiten aufmerksam wurde die CRUS aufgrund eines anonymen Briefes rund zwei Wochen nach dem Test. Der EMS wurde am 4. Juli gleichzeitig an neun Testorten in drei Sprachen durchgeführt. Die Verantwortlichen gehen davon aus, dass die 14 Fragen während einer früheren Testsession gestohlen worden sind.

Es seien Ermittlungen dazu im Gange, heisst es in der Mitteilung. Weitere Angaben dazu wollte die CRUS auf Anfrage nicht machen. Die SUK, die CRUS und das ZTD bedauern den Vorfall und setzen alles daran, damit der Test nächstes Jahr wieder reibungslos durchgeführt werden kann, wie es heisst.

SDA

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