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«Burn-out-Patienten sind oft ADHS-Betroffene»

Jedes Jahr erhalten viele junge Erwachsene eine IV-Rente wegen ADHS. Lisbeth Furrer-Bircher leitet eine Beratungsstelle für Betroffene und erklärt, warum ihnen das Arbeiten so schwerfällt.

Wenn der Zeitdruck zunimmt, ist das Arbeiten mit gefährlichen Maschinen für ADHS-Betroffene oft nicht mehr möglich.
Wenn der Zeitdruck zunimmt, ist das Arbeiten mit gefährlichen Maschinen für ADHS-Betroffene oft nicht mehr möglich.
Gaetan Bally, Keystone
Immer mehr junge Erwachsene beziehen wegen psychischer Probleme, unter anderem auch ADHS, eine IV-Rente.
Immer mehr junge Erwachsene beziehen wegen psychischer Probleme, unter anderem auch ADHS, eine IV-Rente.
Martin Ruetschi, Keystone
Für manche lohnt sich der Besuch von Arbeitsintegrationsprogrammen, um die eigenen Stärken zu entdecken.
Für manche lohnt sich der Besuch von Arbeitsintegrationsprogrammen, um die eigenen Stärken zu entdecken.
Gaetan Bally, Keystone
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Es gibt immer mehr junge Erwachsene, die wegen Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung (ADHS) eine IV-Rente beziehen. Mit welchen konkreten Problemen hat ein Betroffener zu tun, wenn es so weit kommt?

Ein junger Mann etwa, der sich in einer Schreinerlehre befand und Probleme mit der Konzentration hatte, funktionierte lange gut. Als die Verantwortungsbereiche grösser wurden und der Druck zunahm, ist er plötzlich ins Strudeln geraten. Für ihn war die normale Abschlussprüfung schlicht nicht zu schaffen, weil er die grossen Maschinen unter Zeitdruck nicht sicher bedienen konnte. Trotz guter Schulleistungen schloss er nur eine reduzierte Ausbildung ab und arbeitet heute in einem anderen Beruf als Hilfskraft. Er hatte nicht den Mut, eine neue Ausbildung zu beginnen, und trägt heute die Folgen einer grossen Lohneinbusse und geringerer sozialer Anerkennung.

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