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Burkhalter trifft Aussenminister Italiens

Bundesrat Burkhalter hat seinen Amtskollegen Paolo Gentiloni in Bern empfangen. Die Verteilung der Flüchtlinge war ein zentrales Thema.

Pflegen die gute Nachbarschaft: Paolo Gentiloni und Didier Burkhalter trafen sich im Aussenministerium in Bern.
Pflegen die gute Nachbarschaft: Paolo Gentiloni und Didier Burkhalter trafen sich im Aussenministerium in Bern.
Lukas Lehmann, Keystone

Aussenminister Didier Burkhalter hat heute seinen italienischen Amtskollegen Paolo Gentiloni in Bern empfangen. Dabei würdigte er die guten Beziehungen zwischen beiden Staaten, wie das Eidg. Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) mitteilte.

Die Schweiz und Italien verfügen traditionell über ein enges Beziehungsnetz. Nicht nur verbindet beide Länder eine gemeinsame Landessprache, auch stellen die Italiener die grösste Ausländerkolonie in der Schweiz dar. Als Beleg für diese enge Freundschaft stehen der Schweizer und der italienische Pavillon auf dem EXPO-Gelände in Mailand an zentraler Lage nebeneinander.

Die Weltausstellung in Mailand war eines der Themen, über die die beiden Aussenminister sprachen. Weitere Gesprächsthemen waren die Eröffnung des Gotthard-Basistunnels und die Bedeutung der Neat für Europa aber auch für die Beziehungen zwischen der Schweiz und Italien.

Zuversicht nach Fortschritten in Steuerfragen

Burkhalter und Gentiloni begrüssten laut EDA die Einigung im Finanz- und Steuerbereich, welche Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf und der italienische Finanzminister Pier Carlo Padoan im Februar in Mailand unterzeichnet hatten. Zu dieser Einigung gehört auch das Grenzgängerabkommen, welches Burkhalter und Gentiloni als ein zentrales Abkommen in den bilateralen Beziehungen bezeichneten.

Die beiden Gesprächspartner sind laut EDA zuversichtlich, dass der neue Vertrag bald abgeschlossen werden kann. Eine Lösung in Finanz- und Steuerfragen öffne auch die Türen für einen intensiveren Wirtschaftsaustausch zwischen der Schweiz und Italien, sagte Burkhalter.

EU-Politik und Flüchtlingsproblematik

Auch die Situation in Europa sowie die Europapolitik der Schweiz erörterten die beiden Aussenminister. Unter anderem informierte Burkhalter seinen Gesprächspartner über den Stand der Umsetzung der Masseneinwanderungsinitiative.

Thematisiert wurde ausserdem die Migrationsproblematik im Mittelmeerraum, insbesondere die Frage nach der Verteilung der Flüchtlinge, die via Italien nach Europa gelangen. Auch die Situation in Nordafrika und im Mittleren Osten stellte ein zentrales Thema des Gesprächs der beiden Aussenminister dar.

SDA/slw

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