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Bundesrichter kämpft gegen «Schleudertrauma-Kultur»

Weil Schweizer Richter Schleudertrauma-Patienten regelmässig Invalidität attestieren, ist ein Therapeuten- und Juristenmarkt mit Milliardenumsatz entstanden. Jetzt entwirft Bundesrichter Ulrich Meyer eine härtere Praxis.

Die Diagnose Schleudertrauma fällt in der Schweiz sehr oft: 25'000-mal jährlich.
Die Diagnose Schleudertrauma fällt in der Schweiz sehr oft: 25'000-mal jährlich.
Keystone

Die Schweiz ist ein Schleudertrauma-Paradies. Gemäss einer Studie der schweizerischen Unfallversicherungen wird diese Diagnose jährlich rund 25'000-mal gestellt. Es ist die häufigste Verletzung, die Versicherern gemeldet wird. Eine europäische Vergleichsuntersuchung von leichten Verletzungen bei Heckkollisionen hat gezeigt, dass in der Schweiz rund jeder dritten körperverletzten Person attestiert wird, nach einer Stosseinwirkung von hinten sei auch die Halswirbelsäule betroffen. Rund zehn Prozent der Schleudertraumata werden zu chronischen Fällen.

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